Schweriner SC : Die Tür zum Finale weit aufgestoßen

Feierabend! SSC-Kapitän Lousi Souza Ziegler versenkt den Satz- und Spielball zum 3:1 über Bursa BBSK.
Feierabend! SSC-Kapitän Lousi Souza Ziegler versenkt den Satz- und Spielball zum 3:1 über Bursa BBSK.

Challenge Cup: SSC bezwingt im Halbfinal-Hinspiel Bursa 3:1 (19, -16, 24, 19)

23-11371788_23-66108086_1416392671.JPG von
25. März 2015, 21:41 Uhr

Dieser eine Satz kann noch einmal richtig, richtig wertvoll werden. Davon ist Lonneke Sloetjes fest überzeugt. „Der dritte Satz war der Knackpunkt des Spiels“, befand die SSC-Diagonalspielerin aufatmend: „Jetzt ist für uns alles möglich.“

Alles, damit meint die Holländerin konkret den Einzug ins Finale des europäischen Challenge Cups. Zu dem haben die SSC-Volleyballerinnen gestern Abend mit ihrem hart erkämpften 3:1(19, -16, 24, 19)-Heimsieg über den türkischen Vertreter Bursa BBSK die Tür zumindest sehr weit aufgestoßen. Zwei Sätze müssen sie am Sonntag im Rückspiel noch gewinnen, um sie endgültig zu durchschreiten. Selbst bei einem 0:3 bleibt dem SSC gemäß der Volleyball-Arithmetik, die von der Wertigkeit ein 3:0 einem 3:1 gleichsetzt, die Chance, das Weiterkommen über einen „golden set“ sicherzustellen.

Dass diese Arithmetik überhaupt noch greifen kann, damit war allerdings mitten im dritten Durchgang nicht wirklich mehr zu rechnen. 1:1 hieß es nach Sätzen. Der SSC lag mit 7:13 im Hintertreffen. Die verkrampfte Leistung vom 16:25 aus dem zweiten Satz, als dem SSC nach dem Zwischenstand von 14:14 nur noch zwei mickrige Pünktchen gelangen, schien sich fortzusetzen. Vor allem in der Annahme klappte wenig und so war folgerichtig auch im Angriff kein Blumentopf zu gewinnen.

Dann jedoch bekamen die 2100 Fans in der Arena urplötzlich wieder jenen SSC zu sehen, der schon den ersten Satz von einem 13:16-Rückstand noch in einen 25:19-Erfolg umgebogen hatte.

„Auf einmal hatten wir zwei, drei gelungene Blockaktionen, konnten auch im Angriff ein paar Akzente setzen – und waren wieder dran“, beschreibt SSC-Trainer die vehemente Aufholjagd, die seine Mannschaft beim 18:17 sogar erstmals in diesem Durchgang vorn sah. Und am Ende machten dann Kapitän Lousi Souza Ziegler mit einem Kracher aus dem Hinterfeld sowie Yvon Beliën mit zwei gelungenen Blockaktionen aus Bursas Satzball nach dem 23:24 noch ein 26:24 für den SSC.

Jetzt ließen sich die Gastgeberinnen das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen. Nicht eine einzige Führung gestatteten sie Bursa im vierten Satz, in dem standesgemäß Kapitän Lousi Souza Ziegler den Satz- und Spielball versenkte.

„Das war mit Sicherheit nicht unser stärkstes Spiel“, gestand Trainer Koslowski ein. „Aber es war stark, wie die Mannschaft letztlich immer wieder Lösungen fand.“

Das sieht auch Mittelblockerin Yvon Beliën so. „Dieser Sieg ist ganz, ganz hart erkämpft und beweist, dass wir eine starke Mannschaft sind“, sagt die holländische Nationalspielerin und beziffert jetzt die Chance auf den Finaleinzug optimistisch auf „80 Prozent“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen