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SSC-Volleyball : „Die Gier nach Titeln ist da“

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Aus der Onlineredaktion

Volleyball-Rekordmeister Schweriner SC hat in der Bundesliga, im DVV-Pokal und auch im Europacup in der neuen Saison Großes vor

Der Start in die Saison 2016/17 der Volleyball-Bundesliga der Frauen wurde am Sonnabend vollzogen und der Schweriner SC hat mit 3:0-Erfolgen in den Gastspielen beim SC Potsdam und beim VCO Berlin schon erste Duftmarken gesetzt. Am Sonnabend (19 Uhr) stellt sich das SSC-Team um seinen neuen Kapitän Lenka Dürr gegen den Köpenicker SC erstmals dem heimischen Publikum vor.

Die Erwartungen sind hoch in Schwerin. Einerseits verlief die Vorbereitung mit wichtigen Prüfsteinen in Japan und beim Amica-Cup in Polen vielversprechend. Andererseits datieren Schwerins letzte Titelgewinne von 2013, als man zum zehnten Mal deutscher Meister und zum fünften Mal DVV-Pokalsieger geworden war. Lang, lang ist‘s her und „die Gier nach Titeln ist natürlich da, auch wegen der Tradition des Vereins“, sagt Trainer Felix Koslowski.

Doch auch in der neuen Saison werden sich Trophäen nicht im Vorbeigehen mitnehmen lassen. Zwar zählt der SSC wie immer zum Kreis der Favoriten. Als Topfavorit gilt er jedoch ebensowenig wie der Dresdner SC, obwohl der zuletzt mit drei Meistertiteln in Folge nachhaltig die Szenerie beherrschte. Aktuell geht es den Sachsen jedoch so, wie einst dem SSC nach ebenfalls drei Meistertiteln: Sie erleben einen Umbruch. Nur drei Spielerinnen blieben, neun kamen neu hinzu. Damit gilt Dresden als große Wundertüte.

„Absoluter Titelaspirant ist für mich Supercupsieger MTV Allianz Stuttgart. Die sind personell am besten aufgestellt“, sagt Koslowski und weiß sich da einig mit allen Trainerkollegen des Oberhauses. Doch auch den SC Potsdam hat der SSC-Coach auf der Rechnung. „Die haben sehr, sehr gute Transfers getätigt und sind aktuell stärker einzuschätzen als Dresden“, sagt der 32-Jährige und vervollständigt mit dem VC Wiesbaden und den Roten Raben Vilsbiburg die Liste der sechs Teams, die vorn zu erwarten sein werden.

Der SSC selbst hat größtenteils den Kader gehalten, der in der vorigen Saison zum zweiten Mal in Folge im Play-off-Halbfinale an Stuttgart gescheitert war – 2015 mit 0:2, in diesem Jahr mit 1:2 Siegen. Neben Hauptangreiferin Tabitha Love verließen vom Stammaufgebot nur Libero Janine Völker und Mittelblockerin Veronika Hroncekova den SSC. Dafür kamen mit dem deutschen Auswahlduo Lenka Dürr (Libero/von Impel Wroclaw) und Louisa Lippmann (Diagonal/Dresdner SC) sowie den US-Mädels Lauren Barfield (Mittelblock/Köpenicker SC) und Lexi Dannemiller (Zuspiel/Uni Michigan) Spielerinnen hinzu, die in der Vorbereitung und auch am Wochenende bereits zeigten, wie wichtig sie für das Spiel des SSC sein können. „Ich denke, wir haben eine qualitativ gute Mannschaft, die auch von den Charakteren her zusammenpasst“, sagt der Trainer.

Zwölf Spielerinnen hat Koslowski in seinem Kader: sechs deutsche Nationalspielerinnen, zwei aus der DVV-Juniorenauswahl, drei US-Amerikanerinnen und eine Brasilianerin. Dringender Nachbesserungsbedarf besteht in Sachen Außenposition. „Wir haben vier Spielerinnen für die drei Positionen, das ist definitiv eine zu wenig für das, was wir vorhaben“, sagt der Coach.

Mit seinem Team will der Trainer in allen drei Wettbewerben, in denen der SSC in dieser Saison unterwegs ist, die Finals erreichen „und um die Titel mitspielen“. Neben der Bundesliga auch im DVV-Pokal und im Europapokal, in dieser Saison im EC III, dem Challenge Cup. „Da liebäugeln wir nach zwei Halbfinals in Folge mit dem Finale, eventuell sogar als Heimspiel“, verrät Koslowski.

Große Unterstützung dürfte seiner Mannschaft dabei sicher sein. In der vorigen Saison konnte der Zuschauerschnitt wiederum angehoben werden. Im Schnitt sahen 1730 Fans die Spiele ihres SSC in der 2000 Zuschauer fassenden Palmberg Arena. In dieser Saison sollen es noch mehr werden. Schon vor dem ersten Heimspiel war der Dauerkartenverkauf um weitere 50 auf nunmehr 550 in die Höhe geschnellt.

>> Mehr Informationen zu dem Schweriner SC in unserem Volleyball-Magazin in unserer Printausgabe.

 

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erstellt am 24.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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