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SSC Palmberg Schwerin : Der Meister holt den Supercup

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC-Volleyballerinnen beherrschen in Hannover Pokalsieger Stuttgart beim 3:0 (17, 14, 18) und gewinnen ersten Titel der neuen Saison

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erstellt am 08.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin beginnen die neue Saison genau so, wie sie die alte beendeten: Mit der Meisterschale in den Händen nach einem 3:0 über Allianz MTV Stuttgart im letzten Play-off-Finalspiel hatten sie sich Ende April in heimischer Halle von ihren Fans verabschiedet. Mit einem 3:0 (17, 14, 18) gegen den Schwaben-Sechser und dem Gewinn des Supercups hießen sie ihre vielhundertstimmig jubelnde „Gelbe Wand“ gestern in der TUI Arena in Hannover in der neuen Spielzeit willkommen.

Ganze 76 Minuten dauerte die Partie, dann war der aktuelle Pokalsieger als Supercup-Gewinner entthront und dabei phasenweise derart entzaubert, dass selbst SSC-Trainer Felix Koslowski ins Staunen geriet. „Nur acht Tage nach der EM das Umschalten auf den Supercup so hinbekommen zu haben, da kann ich meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment machen“, lobte der Meistercoach.

Wie im Vorfeld angekündigt („Das wird kein Spiel für personelle Experimente“), setzte der 34-Jährige voll auf sein gut eingespieltes Nationalmannschafts-Quartett Jennifer Geerties, Louisa Lippmann, Denise Hanke und Marie Schölzel. Ihnen stellte er neben Lauren Barfield, der US-Mittelblockerin aus der Meistersaison, die Neuzugänge Luna Carocci aus Italien und Greta Szakmáry aus Ungarn zur Seite. Sie alle ließ der Trainer komplett durchspielen – und hatte auch kaum einen Grund zum Wechseln.

Angetrieben von den lauten „SSC – SSC – SSC“-Rufen der „Gelben Wand“ hatten die Schwerinerinnen fast durchgängig sozusagen eine Hand mehr im Spiel. Der deutsche Meister zwang Stuttgarts neuen Trainer Giannis Athanasopoulos im ersten Satz mit einem schnellen 6:1 zu einer frühen Auszeit und setzte sich auch im zweiten Satz recht zeitig vorentscheidend ab (14:7).

Nur in der ersten Hälfte des dritten Satzes kamen vielleicht bei dem einen oder anderen Fan Erinnerungen an das DVV-Pokalfinale Ende Januar in Mannheim auf. Auch dort hatte der SSC die ersten beiden Sätze gewonnen, um schließlich doch noch als 2:3-Verlierer vom Feld zu gehen.

Doch gestern fegten die Schweriner Mädels jegliche Déjà-vu-Anwandlungen umgehend hinweg. Auf 9:6 und 10:7 ließen sie den Erzrivalen enteilen, um dann beim 14:13 nach einer „linken Klebe“ von Zuspielerin Denise Hanke erstmals wieder selbst in Führung zu gehen und diesen Durchgang und damit letztlich auch das gesamte Spiel recht ungefährdet nach Hause zu bringen.

Insbesondere von der Annahme zeigte sich SSC-Trainer Koslowski angetan: „Dass unsere Annahme mit Jenny, Luna und Greta schon so gut stand, war für mich total überraschend. Wir konnten das ja bisher nur zweimal trainieren.“

Auch Louisa Lippmann jubelte: „Dass wir hier schon so eine Leistung aufs Feld zaubern, ist unglaublich. Vor allem Greta hat ein mega Spiel gemacht und unglaublich abgeliefert“, freute sich die Topscorerin (15 Punkte) über die 14 Zähler der ungarischen Außenangreiferin.

Zwar war das erst der Auftakt der Saison, aber auch schon der erste Titel für die Schweriner Trophäensammler. „Von vier möglichen – und wir wollen in möglichst viele Finals kommen“, kündigt Trainer Felix Koslowski eine erneut überaus interessante Spielzeit an.


Männertitel geht erneut nach Friedrichshafen

Anders als die Stuttgarterinnen konnte der VfB Friedrichshafen seinen Titel bei den Männern im Duell mit dem deutschen Meister BR Volleys verteidigen. Der Pokalsieger setzte sich im Anschluss an die Frauen-Partie mit 3:1 (-23, 18, 18, 19) durch und bezwang wie im Vorjahr die Berliner.

Der VfB bekam das Geschehen nach dem knapp verlorenen ersten Satz immer besser in den Griff und verdarb dem neuen Volleys-Trainer Luke Reynolds die Pflichtspielpremiere. Vor allem gegen VfB-Angreifer David Sossenheimer (18 Punkte) fehlten den Hauptstädtern über weite Strecken die Mittel.

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