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Schweriner SC : Dem Druck standgehalten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner SC gewinnt zweites Play-off-Viertelfinale gegen Aachen3:0 /Entscheidungsspiel am Mittwoch

Die Uhr in der Arena zeigte 20.29 Uhr an, als die 1723 Zuschauer aus dem ohrenbetäubenden Lärm, der fast 90 Minuten ununterbrochen herrschte, nahezu einen Orkan machten. Ein Ball von Aachens Zuspielerin Ron Ponte landete statt bei einer Mitspielerin auf der gegenüberliegenden Seite im Aus: Die Volleyballerinnen des Schweriner SC hatten dem riesigen Druck standgehalten und die Ladies in Black aus Aachen im zweiten Spiel des Play-off-Viertelfinales mit 3:0 (20, 21, 21) bezwungen. Nach dem 1:3 vor Wochenfrist steht es in der Serie „best of 3“ jetzt 1:1, am Mittwoch fällt ab 19.30 in Aachen die Entscheidung, welche dieser Mannschaften im Meisterschafts-Halbfinale steht.

„Der Druck war unglaublich“, meinte SSC-Kapitän Lousi Souza Ziegler hinterher. „Bei einer Niederlage wäre die Saison für uns beendet gewesen. Aber wir hatten alle noch keine Lust, in Urlaub zu gehen!“ Die Schützlinge von Trainer Felix Koslowski waren sofort hellwach und kauften Aachen mit guten Aufschlägen, starkem Blockspiel und toller Abwehrleistung den Schneid ab. Lediglich in der Mitte des ersten Satzes waren die Ladies noch einmal auf Augenhöhe, aber ein souveräner SSC holte den Durchgang mit 25:20. Ein wesentlicher Faktor dabei: Überraschend war Zuspielerin Danica Radenkovic von Beginn an dabei, und bis auf kurze Verschnaufpausen spielte sie nach gut fünfwöchiger Verletzungspause durch.

„Wir haben heute gesehen, wie wichtig Danica für uns ist“, kommentierte Koslowski später, „sie hat Ruhe reingebracht und die Mannschaft war spürbar sicherer. Und wenn Danica mal ausgewechselt werden musste, hat Denise Imoudu ihren Job richtig gut gemacht. Sie hat durch die vielen Spielanteile der vergangenen Woche mehr Erfahrung und ist sicherer geworden.“ Die 18-Jährige gab dieses Kompliment aber auch gleich an die Kolleginnen weiter: „Die Mannschaft vertraut mir immer mehr, dadurch läuft es besser.“

Das zeigte sich in Durchgang zwei – ein glattes Ebenbild des ersten – und vor allem in Satz drei. Da schien Aachen den Respekt abgelegt zu haben und schickte sich an, Schwerin in die Schranken zu weisen. Ständig lief der Gastgeber einem Rückstand hinterher, beim 17:18 kamen Imoudu und Angreiferin Carina Aulenbrock. Aachen legte noch bis zum 20:18 vor, danach punktete fast nur noch Schwerin – bis zum umjubelten Matchball.

„Wir haben diese Runde noch nicht geschafft, sondern nur einen ersten Schritt gemacht“, wiegelte Felix Koslowski ab. „Die Ladies werden daran zu knabbern haben, dass hier gegen unseren Block praktisch nicht gepunktet, wir wenig Fehler gemacht haben – und vor allem, dass sie mit einem 0:3 nach Hause fahren“, setzt der Trainer für das Entscheidungsspiel am Mittwoch auf die psychologische Komponente.

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erstellt am 06.Apr.2014 | 20:00 Uhr

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