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Volleyball Schweriner SC : Das Trio aus den Staaten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit Gebhardt, Barfield und Dannemiller stehen beim SSC erstmals drei US-Amerikanerinnen unter Vertrag

Der Schweriner SC hat für diese Saison gleich drei US-amerikanische Spielerinnen im Kader. Das Trio schwärmt einhellig von der Schönheit, Ruhe und Gemütlichkeit der Landeshauptstadt.

„Seit ich in Schwerin wohne, hat sich mein Eindruck von der Stadt verändert“, sagt Lauren Barfield. Die 26-Jährige steht in dieser Saison neu im Mittelblock der Schweriner Volleyballerinnen, war im Sommer aus Köpenick in den Norden gekommen. Das ist zwar im Grunde auch nur ein Dorf, aber immerhin eingebettet in die aufregende deutsche Hauptstadt. Kann Schwerin da bestehen? Ja, sagt die 26-Jährige: „Es ist hier noch schöner, als ich erwartet hatte. Das Meer ist nah, der See ist wunderschön, alles ist hübsch und ruhig, man kann tolle lange Spaziergänge machen. Es fühlt sich gut an, hier zu sein.“

Das gilt auch für ihr neues Team. Zwar braucht Lauren, schon seit 2012 in Europa, nicht zwingend Landsleute, um sich wohlzufühlen, „aber es ist nett, Menschen um mich zu haben, die mich in allem verstehen, nicht nur von der Sprache her.“

Diese Leute sind zwei weitere Amerikanerinnen im SSC-Team: Angreiferin Ariel Gebhardt, die seit 2015 beim SSC spielt, in ihrer ersten Saison als Ariel Turner schon eine Stütze der Mannschaft war und jetzt unter dem Mädchennamen ihrer Mutter aufläuft, sowie Neuzugang Lexi Dannemiller (Zuspiel). Beide sind von Schwerin genauso begeistert wie Lauren: „Ich habe hier ein Wohlgefühl, das ich von anderen Orten so nicht kenne“, sagt Ariel Gebhardt mit einer Wärme, die der zurückhaltenden 25-Jährigen sonst kaum anzumerken ist. „Die Leute hier sind großartig, sehr nett. So viele lieben Volleyball leidenschaftlich, dass es sehr angenehm ist, hier zu spielen.“

Der gleiche Eindruck macht es Lexi Dannemiller leicht, sich einzuleben. Weitestgehend zumindest. Denn weil es für die zweite Zuspielerin neben Denise Hanke der erste Auslandsvertrag überhaupt ist, können auch Papas deutsche Wurzeln ein gewisses Heimweh nach der Familie nicht völlig ausmerzen. „Aber ich mag Schwerin, die Nähe, dass man überall hin mit dem Rad kommt, das Zentrum mit den Restaurants und den Läden am See.“

Ihren Plan, erst mal ganz viel von der berühmten deutschen Wurst zu essen, hat die 23-Jährige bereits erfüllt – und gemeinsam mit Ariel auch schon für die ganze Mannschaft Burritos zubereitet. „Das Team ist toll, wir respektieren uns, sind alle sehr ehrgeizig und arbeiten hart an uns.“ Inzwischen auch außerhalb der Halle: Das Trio hat parallel zur Saison mit dem Deutschunterricht begonnen.

SSC: Siegesserie gegen Köpenick ausbauen

Zum vierten Mal innerhalb einer Woche sind heute Abend (19 Uhr) die Volleyballerinnen des Schweriner SC gefordert. Bei ihrem Saison-Heimdebüt erwarten sie in der Palmberg-Arena den Bundesliga-Kontrahenten und Ex-Verein von Mittelblockerin Lauren Barfield, den Köpenicker SC. Nach dem 3:0-Auftakt-Doppelschlag in der Bundesliga in Potsdam und beim VCO Berlin sowie dem Achtelfinal-„Spaziergang“ im Pokal bei VT Hamburg kann doch nur der nächste Sieg zur Debatte stehen – oder?

„Ja, natürlich“, sagt SSC-Trainer Felix Koslowski. „Es geht um drei wichtige Punkte in der Liga. Die wollen wir uns holen – noch dazu im ersten Spiel vor heimischer Kulisse.“

Dennoch warnt der 32-Jährige davor, einen Selbstläufer zu erwarten. „Die Köpenickerinnen können schon gut Volleyball spielen“, sagt der Coach und zählt auf: „Sie haben ihre ersten beiden Pflichtspiele ebenfalls gewonnen, in der Liga gegen den VCO Berlin und im Pokal bei Zweitligist Offenburg. Und sie hatten in der Vorbereitung aufhorchen lassen mit einem Sieg gegen Potsdam in einem Testspiel und einem Sieg gegen Dresden beim Turnier in Dippoldiswalde. Wir dürfen sie also nicht auf die leichte Schulter nehmen, auch wenn wir in Bestbesetzung antreten können.“

Im Kader der Gäste stehen übrigens zwei, die im Vorjahr noch in Schwerin zu Hause waren: Marie Holstein (vom SSC) und Luisa Klein (VCO) kamen in Köpenicks ersten beiden Spielen jeweils zu Kurzeinsätzen.

Ralf Herbst

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