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Volleyball : „Das Allerletzte herausgeholt“

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Volleyballerinnen des Schweriner SC erkämpfen gegen starke Vilsbiburger Rote Raben einen hauchdünnen 3:2 (-21, 17, -23, 18, 14)-Sieg

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erstellt am 06.Feb.2016 | 21:27 Uhr

Mehr Spannung als im Bundesligaspiel Schweriner  SC gegen Rote Raben Vilsbiburg  kann Volleyball gar nicht bieten. Fünf Sätze (das Maximum im Spiel über das hohe Netz) bekamen die 1803 Zuschauer am Sonnabendabend in der Schweriner Palmberg-Arena zu sehen, den fünften, den Tiebreak, sogar noch mit Verlängerung. Und obendrein gab’s ein Happyend, als sich die SSC-Damen in 121 zum größten Teil mühevollen Spielminuten mit einem 3:2 (-21, 17, -23, 18, 14) ihren zweiten Bundesliga-Heimsieg des Jahres erkämpften.

Die Freude war groß und die Erleichterung noch viel größer auf Seiten der Gastgeber, denn noch eingangs des vierten Satzes lag solch ein Ende des Abends in ganz, ganz weiter Ferne. Zwei der drei bis dahin gespielten Durchgänge hatten die Gäste aus Bayern um die unheimlich abgezockte Kubanerin Luana Mesa Luaces, punktbeste (20) und auch beste Spielerin der Raben, bereits für sich entschieden.

Und auch dieser vierte Satz schien  in die falsche Richtung abzudriften. Schnell stand es 3:6 – ein durchaus gefährliches Zwischenresultat, nachdem der SSC im Satz zuvor eine furiose Aufholjagd vom 8:14 bis zum 23:23 durchgekämpft hatte, um dann doch mit 23:25 abgefangen zu werden.

Aber diesmal konnte SSC-Trainer Felix Koslowski mittels einer Auszeit bei eben diesem 3:6 den Schalter umlegen. Beim 7:7 hatte der SSC erstmals den Ausgleich geschafft, zog dann über 15:10 und 23:17 davon und bekam  durch einen Aufschlagfehler der Raben den Punkt zum 25:18 geschenkt.

„Gott sei Dank, wenigstens erst einmal einen Punkt geholt“, war da schon der ein oder andere nicht so optimistische Fan zu vernehmen. Und auch alle  anderen  sahen ihre Nerven trotz einer 3:0- und 7:4-Führung des SSC im Tiebreak noch lange nicht geschont. Beide Male kassierte das Team um Kapitän Lousi Souza Ziegler, als beste SSC-Akteurin geehrt und mit 19 Zählern nach Tabitha Love (20) zweitbeste Schweriner Punktesammlerin, prompt den Ausgleich. Keiner ließ den anderen fortan noch enteilen, bis Mittelblockerin Veronika Hroncekova mit einem von Gäste-Libero Kirsten Knip nicht zu parierenden Aufschlag den zweiten Schweriner Matchball zum vielumjubelten Sieg nutzte.

„Respekt, wie die Mannschaft nach den 0:1- und 1:2-Satzrückständen zurückkam. Die Mädels ergaben sich nicht, sie haben gekämpft und das Allerletzte aus sich herausgeholt“, feierte der SSC-Coach, dem sichtlich eine Last von der Seele gefallen war, sein Team. 

Und Nationalspielerin Jennifer Geerties sagte: „Wir haben ein hammerhartes Programm. Ich bin völlig  am Ende, aber überglücklich.“

Apropos hammerhart: Schon heute fliegen die SSC-Damen nach Rumänien, wo am Mittwoch in Gestalt von CS Volei Alba Blaj der nächste Gegner im europäischen CEV-Cup wartet. Von dort geht es dann über München direkt nach Suhl zum nächsten Bundesliga-Duell am Sonnabend.

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