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Volleyballerinnen des Schweriner SC gewinnen beim Meister : Ab dem zweiten Satz aufgetrumpft

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Es geht doch - und wie. Die Volleyballerinnen des Schweriner SC gewannen am Samstagabend in einer spannenden Bundesligapartie nach 114 Minuten verdient mit 3:2 (-15, 20, -22, 19, 9) bei den Roten Raben Vilsbiburg.

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erstellt am 17.Apr.2011 | 08:34 Uhr

Vilsbiburg | Es geht doch - und wie. Die Volleyballerinnen des Schweriner SC gewannen am Samstagabend in einer spannenden Bundesligapartie nach 114 Minuten mit 3:2 (-15, 20, -22, 19, 9) bei den Roten Raben Vilsbiburg. Die Mannschaft von SSC-Trainer Tore Aleksandersen bleibt zwar im Moment Dritter hinter Dresden und Vilsbiburg, hat aber mit zwei Spielen weniger als die Niederbayern die besseren Chancen auf Platz zwei. Der würde im Rückspiel des Play-off-Halbfinales das Heimrecht bedeuten. Vilsbiburg weist 38:12 Punkte auf, Schwerin 36:10.

Dabei ging es am Samstag für die SSC-Damen nicht gut los. Die Raben legten einen furiosen Start hin, servierten präzise und spielten druckvolle Angriffsschläge. Die Gäste fanden keinen Rhythmus, und so lagen sie schnell 2:8 hinten. Eine in den entscheidenden Phasen bärenstarke Magda Kralikova im Mittelblock führte die Raben zum 16:9 - und diesen Vorsprung gab der amtierende Meister nicht mehr aus der Hand.

Der zweite Durchgang begann ausgeglichener, denn die Gäste leisteten nun deutlich mehr Widerstand. Das Aleksandersen-Team verbesserte sich in der Annahme und trat insgesamt mutiger auf. Beim Stand von 15:15 gelang den Mädels vom SSC der entscheidende Schritt in Richtung Satzgewinn. Sie zogen auf drei Zähler davon und brachten Runde zwei mit starken Angriffsbällen zum 25:20 in trockene Tücher.

Dann kam bei den Vilsbiburgerinnen Daniele Lanner Mapeli für Loraine Henkel. Doch zunächst lief es nicht besser für die Gastgeberinnen. Schwerin nahm das Heft gleich wieder in die Hand und vor allem Außenangreiferin Vendula Adlerova war nicht zu bremsen - wo sie hinschlug, wuchs kein Gras mehr. Mitte des dritten Satzes feierte Zuspielerin Lena Möllers bei den Roten Raben nach auskuriertem Bänderriss im Sprunggelenk ihr Comeback. Bei 15:16 bewies Chefcoach Guillermo Gallardo ein goldenes Händchen, indem er die an der Schulter angeschlagene Natalia Korobkowa einwechselte. Die Russin drehte so richtig auf und blockte und schmetterte was das Zeug hielt. Schnell lagen die Raben 23:18 vorn und sicherten sich nach einem Durcheinander in Schwerins Annahme den Durchgang.

Beide Teams kämpften in der Folge mit offenem Visier. Doch je länger die Partie dauerte, desto löchriger wurde der Block der Raben. Vendula Adlerova konnte machen, was sie wollte und schoss aus allen Lagen. Mit 25 Punkten war sie die überragende Akteurin. "Wir haben zu viele Annahmefehler begangen und Schwerin hat unheimlich Druck gemacht. Dem haben wir nicht standgehalten",sagte der Raben-Trainer. Es kam, was kommen musste: Es ging in den alles entscheidenden Tie-Break.

Und Schwerin legte einen fulminanten Start hin. Nach einer Aufgabenserie von Nadja Schaus stand es 5:0. Doch die Raben fuhren noch einmal die Krallen aus und kamen durch einige Schmetterbälle von Johanna Barg auf zwei Punkte heran. In der entscheidenden Phase spielten die Gäste jedoch konstanter und so zogen sie auf 14:8 davon. Den zweiten Matchball schmetterte SSC-Außenangreiferin Mira Topic zum verdienten Erfolg ins Feld. "Ich bin sehr stolz. Nach einem schwierigen ersten Satz haben wir es geschafft, ruhig zu bleiben und haben verdient gewinnen", lobte SSC-Coach Tore Aleksandersen seine Schützlinge.

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