SSC Volleyball : Erst beeindruckt, dann meisterlich

Als Zuspielerin auf Punktejagd: Britt Bongaerts
Als Zuspielerin auf Punktejagd: Britt Bongaerts

Schweriner Volleyball-Damen gegen Aachen am Rand einer Niederlage

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15. November 2018, 20:00 Uhr

Die Ladies in Black Aachen hatten am Mittwochabend den deutschen Meister SSC so dicht am Rande einer Niederlage wie noch kein Gegner zuvor in dieser Saison. Nur 3:2 (-18, -23, 15, 20, 9) gewann der deutsche Meister sein Bundesliga-Heimspiel, behielt damit zwei Punkte und musste einen dem Team von Trainerin Saskia van Hintum überlassen.

In der Einschätzung, ob der Sechser aus der Kaiserstadt noch stärker war als der im Supercup mit 3:1 bezwungene Dresdner SC, gingen die Meinungen ein bisschen auseinander. „Ja“, sagte SSC-Käpt’n Jennifer Geerties. „Ja, aber“, meinte ihr Trainer. Und Felix Koslowski begründete: „Aachen spielte top, keine Frage. Aber anders als Dresden im Supercup hatten die Ladies nichts zu verlieren. Sie konnten voll draufhauen: Wenn’s danebengeht – so what?“

Erst als bei den Gästen nach zwei gewonnenen Sätzen der Gedanke aufkeimte, in Schwerin eventuell sogar siegen zu können, sei ihnen die Lockerheit abhandengekommen. „Da verspürten auch sie plötzlich Druck und machten Fehler.“

Dass sich seine eigene Mannschaft zunächst fast hatte überrennen lassen, „im ersten Satz auf die Mütze bekam und im zweiten Satz sieben Aufschlagfehler produzierte“, beschäftigt auch den Trainer. „Das gilt es genau zu analysieren. Denn wir müssen davon ausgehen, dass jede Mannschaft hier alles versucht. Vor Aachen hat ja auch schon Münster (3:1 für den SSC – d.A.) so agiert.“

Hochachtung vor Kampfgeist

Wie seine Mädels jedoch nach einem 4:11 im vierten Durchgang – bei einem Stand von 1:2 nach Sätzen – die drohende Niederlage noch abwendeten, das nötigt dem 34-Jährigen Hochachtung ab. „Da offenbarten sie Meisterqualitäten, haben gezeigt, welchen Willen diese Mannschaft hat.“

Da habe dann auch spielerisch vieles zusammengepasst. „Wie Jenny Geerties immer wieder alle mitgerissen hat oder auch Britt Bongaerts dreimal kurz nacheinander mit dem zweiten Ball selbst punktete statt zuzuspielen, das hatte Klasse. Und das sind nur zwei Beispiele…“

Schon am Sonnabend ist der SSC erneut gefordert, wenn es ab 18 Uhr bei Schwarz-Weiß Erfurt um die nächsten Punkte in der Bundesliga geht.

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