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Volleyball EM in Baku : „Müssen zeigen, wie gut wir sind“

vom
Aus der Onlineredaktion

Knapp drei Wochen nach dem Medaillencoup der deutschen Volleyballer starten die Frauen morgen in Baku in ihre EM

svz.de von
erstellt am 21.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Nach dem Höhenflug der Männer zum EM-Silber halten sich die deutschen Volleyballerinnen vor ihrem Auftritt lieber etwas zurück. „Unser erstes Ziel wird das Viertelfinale sein. Das wäre für uns ein sehr großer Erfolg“, sagt Bundestrainer Felix Koslowski vor dem Start der Europameisterschaft in Aserbaidschan und Georgien. Die Männer waren ähnlich vorsichtig gestartet und standen am Ende völlig überraschend im Finale.

Der Schweriner Koslowski scheut aber den Vergleich. „Wir haben sieben Spielerinnen, die noch keine EM gespielt haben. Daher müssen wir versuchen, die Nervosität in den Griff zu bekommen.“ Nach der durchwachsenen Vorbereitung auf die Endrunde vom 22. September bis 1. Oktober wären große Ziele auch vermessen. Gegen starke Gegner gelang Koslowskis Mannschaft kein Sieg. Die neue Spielführerin Maren Fromm, bis zum April noch unter ihrem Mädchennamen Brinker beim SSC Palmberg Schwerin unter Vertrag, hofft daher auf den Lerneffekt aus den Tests gegen Vize-Europameister Niederlande, die Türkei und Belgien. „Fürs Selbstbewusstsein ist es natürlich schwierig. Aber es war wertvoll, dass wir sehen konnten, woran wir noch arbeiten müssen“, sagt die 31-Jährige.

Auch Koslowski kann den Länderspielen viel Positives abgewinnen: „Grundsätzlich bin ich mit der Vorbereitung zufrieden. Jetzt heißt es, Kräfte zu sammeln und uns taktisch perfekt auf Polen vorzubereiten.“ Polen, morgen (18.30 Uhr) Auftaktgegner in Baku, ist in der Gruppe A klarer Favorit. Zudem trifft die deutsche Auswahl auf Ungarn (Sonntag, 18.30 Uhr), bevor am Montag (16 Uhr/alle Sport1) Gastgeber Aserbaidschan wartet. Platz zwei sollte zumindest drin sein.

Doch nach dem erfolgreichen Sommer mit der WM-Qualifikation und dem guten Abschneiden beim Grand Prix werden die Uhren in Baku wieder auf Null gestellt. Schließlich ging es bei den Turnieren überwiegend gegen die zweite europäische Garde, die Erfolge taugen nicht als Gradmesser. „Jetzt kommt der Wettkampf, bei dem wir zeigen müssen, wie gut wir sind“, sagt Fromm, erfahrenste Akteurin im Aufgebot.

Für die Außenangreiferin ist es bereits die sechste EM, dieses Mal trägt sie aber deutlich mehr Verantwortung. Ebenso wie Coach Andrea Giani bei den Männern hat Koslowski bei den Frauen den Umbruch eingeleitet. Das Durchschnittsalter der Mannschaft beträgt 24,6 Jahre.

Die vier Gruppensieger erreichen direkt die Runde der letzten Acht, die jeweiligen Zweiten und Dritten spielen zuvor die Gegner aus. Die K.o.-Spiele finden alle in Baku statt.

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