SSC Volleyball : Fünf-Satz-Krimi mit Happyend

SSC-Volleyballerinnen bezwingen wiedererstarkten USC Münster mit 3:2 und bleiben in dieser Saison zu Hause weiter ungeschlagen

svz.de von
25. November 2015, 20:51 Uhr

Schwerin Oh, das war knapp! Mit etwas Glück, aber noch mehr Können sind die Volleyballerinnen des  Schweriner SC gestern Abend vor 1550 Zuschauern der ersten Heimniederlage der Saison entgangen. Doch am Ende durfte die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski jubeln. In einem 118 Minuten währenden Fünf-Satz-Krimi hatte sie den wiedererstarkten früheren Erzrivalen USC Münster mit 3:2 (-23, 16, -24, 15, 12) noch einmal in die Schranken gewiesen.

„Ich hatte nicht umsonst gewarnt. Der USC war stark im Aufschlag und in der Abwehr – dieser Sieg war nicht selbstverständlich“, resümierte Bundestrainer Koslowski nach dem knappen Erfolg über die von seinem Auswahl-Assistenten  Andreas Vollmer trainierten Münsteranerinnen.

Die profitierten allerdings auch von Momenten, als der SSC nicht wie ein Sieger spielte. „Wir haben im ersten und dann vor allem im dritten Satz einfach zu viele Fehler gemacht“, gestand SSC-Zuspielerin Denise Hanke ein.

Knackpunkt für den SSC war, dass seine rabenschwarze Phase  im dritten Satz eben nicht zum Knackpunkt gegen ihn wurde.  Mit 19:14 – genau wie in den  klar gewonnenen Durchgängen zwei und vier – hatten die SSC-Damen komfortabel in Front gelegen. Nach einem unsauberen Block, einem Aufschlag-Ass von Zuspielerin Amanda Sa, gestern zur besten USC-Spielerin gewählt, sowie drei verpatzten Angriffen in Serie ging dieser Satz über  19:19, 21:22, dann aber wieder 23:22 schließlich  mit 24:26 verloren.

Längst nicht jede Mannschaft hätte sich von dem Schlag noch einmal erholt. Vielleicht auch der SSC nicht, wenn nicht gerade da die große Stunde von Tabitha Love geschlagen hätte, die ab Satz vier für Ariel Turner spielte und vom USC-Coach zur besten SSC-Spielerin erwählt wurde.

„Den Wechsel habe ich nicht vorgenommen, weil Ariel auf Diagonal etwa schlecht gespielt hätte. Im Gegenteil, sie hat 18 Punkte gemacht. Ich wollte einfach noch eine Option für den Außenangriff haben, falls dort Lousi Souza Ziegler oder Jennifer Geerties noch mehr geschwächelt hätten“, erklärte der Trainer.

Doch beide richteten sich an der Effektivität der Kanadierin Love  auf, die in sozusagen eineinhalb Sätzen  (4. Satz und Tiebreak) noch elf Punkte zum Sieg beisteuerte. Beide kamen mit 19 (Souza Ziegler) bzw. 16 Punkten (Geerties) noch auf sehr gute Quoten und hatten ebenfalls großen  Anteil am knappen Erfolg.

Über den sagte SSC-Manager Michael Evers tief durchatmend: „Dieses Spiel auswärts,  vielleicht mit ein, zwei anderen Schiedsrichterentscheidungen – dann kann so ein Ding auch mal schiefgehen. So haben wir  unseren Fans  wieder einmal einen Krimi serviert, aber einen mit Happyend.“

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