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Großer Preis von Österreich : Vettel visiert Pole an - Hypothek für Hamilton

vom

2015 und 2016 schnappte sich Lewis Hamilton die Pole Position in Österreich. Nach einer Strafversetzung wird diesmal nichts daraus. WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel will sich nun den besten Startplatz sichern.

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 07:39 Uhr

Nach einer Strafversetzung für Lewis Hamilton nimmt Sebastian Vettel den besten Startplatz für den Grand Prix von Österreich ins Visier. Mercedes-Pilot Hamilton war zwar am Freitag in beiden Einheiten von WM-Spitzenreiter Vettel nicht einzuholen.

Doch nach einem regelwidrigen Getriebewechsel wird der Brite in das Formel-1-Rennen in Spielberg fünf Plätze weiter hinten starten müssen. Für Hamilton ist das eine schwere Hypothek.

Dabei war der Brite in den beiden Freitagseinheiten jeweils Bestzeit gefahren. Vettel konnte sich auf dem 4,326 Kilometer langen Red-Bull-Ring mit seinem Ferrari am Ende immerhin Platz zwei sichern.

Am späten Freitagabend wurde dann die Sanktion gegen den Mercedes-Mann publik. Wie der Motorsport-Weltverband FIA mitteilte, mussten die Silberpfeile jenes Getriebe austauschen, mit dem Hamilton den Grand Prix von Aserbaidschan vor zwei Wochen beendet hatte. Da solch ein Getriebe jedoch sechs Rennen am Stück halten muss, zieht das eine Rückversetzung von fünf Plätzen nach sich.

Mercedes bestätigte die Strafe für Hamilton. Die Silberpfeile schlossen zudem aus, dass der Getriebewechsel nötig wurde als Folge von Vettels Rammstoß in Baku.

Für Mercedes ist das bitter. In der Steiermark ist das Team eigentlich nur schwer zu schlagen. Seit der Rückkehr der Formel 1 nach Österreich im Jahr 2014 war im Rennen immer ein Silberpfeil ganz vorne: 2014 und 2015 Nico Rosberg, 2016 Hamilton. Der 32-Jährige holte in den vergangenen beiden Jahren zudem den besten Startplatz. Mit der Strafversetzung hat sich dieses Thema vorzeitig erledigt.

Der Kurs vor der idyllischen Bergkulisse ist eine Powerstrecke, die mehr den Silberpfeilen mit dem starken Mercedes-Motor liegt. Vettel erkennt jedoch bei der Scuderia, die in diesem Jahr den Rückstand aufgeholt hat, durchaus Vorzüge. «Ich glaube, unser Auto ist besser in den Kurven», befand der Heppenheimer, der seine letzte Pole beim Russland-Rennen einfuhr und sich nun umso größere Hoffnungen auf seine nächste machen darf. «Wir wissen aber, dass wir gerade im Qualifying auf der Geraden noch ein bisschen ein Manko haben.»

Vor heimischer Kulisse hofft Red Bull, in den Wettstreit zwischen Ferrari und Mercedes eingreifen zu können. Die Vollgaspassagen samt Bergaufbeschleunigung bereiten aber dem Renault-Motor Probleme. Max Verstappen als Vierter und Daniel Ricciardo als Fünfter mit jeweils mehr als 0,3 Sekunden Rückstand auf Hamilton nährten aber zumindest zaghaft Zuversicht auf einen packenden Kampf um die Pole.

«Die ersten fünf Autos lagen alle nur vier Zehntel auseinander, deshalb hoffe ich, es bleibt so, und dann wird es eine ziemlich spannende Show geben», meinte Ricciardo vor der Qualifikation.

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