Post Schwerin unterliegt bei Absteiger Hildesheim : Zwölf torlose Minuten verhindern das Wunder

Post-Torwart Robert Wetzel sieht sich dem Hildesheimer 'Kanonier' Michael Jahns gegenüber. Rainer Cordes
Post-Torwart Robert Wetzel sieht sich dem Hildesheimer "Kanonier" Michael Jahns gegenüber. Rainer Cordes

Beim Erstliga-Absteiger Eintracht Hildesheim schnupperten die Handballer von Post Schwerin lange an einer großen Überraschung. Doch am Ende unterlag der Schweriner Minikader der Eintracht mit zwei Toren. Endstand 24:22.

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16. September 2012, 08:40 Uhr

Hildesheim | Beim Erstliga-Absteiger Eintracht Hildesheim schnupperten die Handballer von Post Schwerin lange an einer großen Überraschung. Gegen die Niedersachsen, die zum Saisonstart den Mecklenburg-Rivalen HC Empor Rostock beim 36:25 eine Klatsche verpassten, verkaufte sich die Truppe von Trainer Christian Prokop überaus toll.

Dabei ließ der Schweriner Minikader die Eintrachtler ganz schön ins Schwitzen kommen. Hildesheim führte in Halbzeit eins lediglich zu beginn (2:1/5.), dann übernahmen die Postler das Kommando und führten gleich mehrfach. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel war es nach dem vierten Treffer von Kreisspieler Benjamin Meschke gar ein Zwei-Tore-Plus (13:11). Doch dann fand sich der SVP in doppelter Unterzahl wieder (Meschke, Musche) und Hildesheim glich zum 13:13 aus.

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild - die Eintracht führte (15:14 /34.) doch die wackeren Gäste ließen nicht locker. Und wie: In Minute 38 stand es plötzlich 18:16 für Post, wobei Spielmacher Moritz Weltgen bis dato für samtliche Nachpausentreffer verantwortlich zeichnete. Doch dann hatte der SV Post leider zwölf Minuten Ladehemmung, was die Gastgeber zu sechs Treffern nutzten (22:18/48.).

Die Postler versuchten es zwar nochmals, doch mehr als das Premierentor des zuvor verletzten Pasqual Tovornik zum 20:22 (53.) gelang nicht mehr. Es folgte die zweite Zeitstrafe von Janis Helmdach. Für die Entscheidung sorgte dann ausgerechnet der kurzfristig von Schwerin nach Hildesheim gewechselte Dinos Chantziaras. 47 Sekunden vor Schluss traf er zum 24:21 - Endstand 24:22.

Während Hildesheims Trainer Gerald Oberbeck von "einem schmutzigen Sieg" sprach, zeigte sich sein Gegenüber Prokop trotz der Zwei-Tore-Niederlage mehr als zufrieden: "Wir sind mit dem Ziel hierher gefahren, den Favoriten zu ärgern. Das ist uns gelungen." Prokop bescheinigte seiner Abwehr "eine hervorragende Leistung. Am Ende fehlte es an der Kraft. Aber wir reisen erhobenen Hauptes zurück." Bereits am Mittwoch muss sich der SV Post mit einem weiteren Erstliga-Absteiger messen - der Bergische HC ist dann zu Gast.

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