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Zweimal Ausgleich erzielt, doch am Ende reichts nicht

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erstellt am 04.Mär.2012 | 07:22 Uhr

braunschweig | Der FC Hansa unterlag am 24. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga bei Mit-Aufsteiger Eintracht Braunschweig unglücklich mit 2:3. Der zweimalige Ausgleich war am Ende wertlos.

Im Vergleich zum 1:2 gegen Ingolstadt fehlten in der Start-Elf Holst (gesperrt nach der fünften gelben Karte) und Jordanov. Gestern kehrte Perthel nach Schulterblessur ins Team zurück. Pannewitz begann in der Innenverteidigung. Jordanovs Position auf dem rechten Flügel übernahm Jänicke.

Perthel macht das 1:1, Jänicke trifft zum 2:2

Die Rostocker gerieten früh in Rückstand. Nach einem Eckball gewann Pannewitz, der hier durchaus per Kopf hätte klären können, gar zu wenig an Höhe. So kam Theuerkauf vor den heranstürzenden Borg und Gusche frei zum Dropkick, und dieser Schuss passte haargenau ins obere Dreieck (7.).

Die Mecklenburger zeigten sich vom 0:1 allerdings wenig beeindruckt und schafften bald den Ausgleich - ebenfalls nach der ersten Ecke. Hereingebracht von Jänicke, verlängerte Borg mit dem Kopf. Die Kugel landete bei Perthel, und der erwischte sie genauso wie sechs Minuten vorher Theuerkauf optimal. Es war sein erster Treffer für den FC Hansa und in der 2. Bundesliga.

Im weiteren Verlauf standen die Weißen defensiv recht sicher. Der Vorwärtsgang jedoch war fehlerbehaftet, hier wurde der Ball zu schnell eingebüßt. Dafür bekamen die Gäste kurz vor der Pause die Quittung, als sich die Begegnung eigentlich auf Zerfahrenheit im Niemandsland eingepegelt hatte. Der früh eingewechselte, in Ghana geborene Kanadier Edwini-Bonsu spielte auf Kruppke, dessen Eingabe verwertete Kumbela - reihenweise kamen die Hanseaten zu spät, als die Niedersachsen schnell und direkt kombinierten (40.). Keine Frage, dass Rostocks Hintermannschaft da alt aussah. Gleichwohl lag bei diesem 2:1 für die Blau-Gelben bei beiden Abspielen Abseits vor.

Der FCH verzeichnete vom 1:1 abgesehen in der ersten Halbzeit nur noch eine Möglichkeit: Jänicke verfehlte, nachdem Eintracht-Verteidiger Reichel unvorteilhaft klärte, nur knapp das Gehäuse der Gastgeber (29.).

Mehr Glück besaß Jänicke in der 52. Minute. Die Hansestädter hatten deutlich erkennbar die Ärmel hochgekrempelt, legten offensiv einen gehörigen Zahn zu und wurden rasch belohnt. Nach Flanke von Pelzer und Kopfballduell zwischen Perthel und dem Braunschweiger Dogan gelangte die Kugel zu Jänicke, der sie Torwart Davari durch die Beine spitzelte zum neuerlichen Ausgleich. Zuvor besaßen bereits Perthel und Mintál die Chance zum 2:2 (50.).

Bei allem Bemühen um den ersten Auswärtssieg der Saison musste Hansa aufpassen, sich hinten nicht vollends zu entblößen. Das ging nämlich ruckzuck, und schon waren die Hausherren dem 3:2 sehr nahe. Edwini-Bonsu naschte Pannewitz aus, aber Kevin Müller hielt prächtig gegen Theuerkauf, und Robert

Müller blockte Zimmermann (65.). Kurz darauf war erneut Kevin Müller zur Stelle beim Versuch von Reichel (67.).

Freistoß besiegelt die unglückliche Niederlage

Die Weißen besannen sich, widmeten ihre Aufmerksamkeit auch wieder der Defensive, ohne den möglichen Dreier aus den Augen zu verlieren - siehe die Einwechslungen von Jordanov und Weilandt. Die schmerzliche Realität aber war das 2:3 und damit die Niederlage - ein Freistoß von Zimmermann in die Torwartecke, bei dem Kevin Müller zu weit in der Mitte stand, den Ball nicht rechtzeitig sah (79.).


Trainerurteile:

Torsten Lieberknecht (Braunschweig): Wir haben uns, auch wenn wir zuletzt sechsmal hintereinander nicht gewannen, stetig verbessert. Deshalb ist es für uns alle wichtig gewesen, dass wir uns endlich mal wieder mit einem Sieg belohnen.

Wolfgang Wolf (Rostock): Was die Mannschaft leistet, ist enorm bei dem Druck, unter dem sie steht. Sie kämpft und ackert, ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Wir kamen zweimal zurück, spielten auf Sieg. Solche Gegentore wie das 2:3 kriegst du nur, wenn du hinten drin stehst. Das ist traurig.

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