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1:2 – Hansa unterliegt in Chemnitz : Zum siebenten Mal in Serie sieglos

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Zweite Pleite im zweiten Auftritt 2013: Fußball-Drittligist FC Hansa verlor am Sonnabend trotz einer 1:0-Führung beim Chemnitzer FC mit 1:2. Damit blieben die Ostseestädter sieben Spiele in Serie sieglos.

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erstellt am 03.Feb.2013 | 07:24 Uhr

Chemnitz | Im zweiten Auftritt 2013 musste der FC Hansa die zweite Pleite einstecken. Beim Chemnitzer FC unterlagen die Ostseestädter vor 6400 Zuschauern mit 1:2 (0:0). Damit wartet der FCH seit nunmehr sieben Partien auf einen Sieg in der 3. Fußball-Liga, holte in dieser Phase lediglich einen Zähler. In der Tabelle sind die Norddeutschen weiterhin Zehnter, haben aber nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Rostocks Trainer bot alle fünf Winterpausen-Neuzugänge auf. Gegenüber dem 0:2 gegen Münster fehlte Julien Humbert (5. gelbe Karte). Emil Rilke und Johan Plat saßen nur auf der Bank. Sie wurden durch Collin Quaner, Nico Zimmermann - feierten ihr Hansa-Debüt - sowie Kapitän Sebastian Pelzer ersetzt. Der eigentliche Linksverteidiger kehrte nach Gelb-Sperre zurück, spielte allerdings erstmals auf der "Sechs" im defensiven Mittelfeld. "Er hat eine mitreißende Art und ist im positiven Sinn ein Kampfschwein. Das tut uns gut. Das i-Tüpfelchen ist seine Leaderqualität", lobte FCH-Trainer Marc Fascher den Auftritt des Routiniers.

Den besseren Start erwischten die Sachsen. Josip Landeka schoss allerdings weit über das Tor (9.). Hansa agierte gefällig. Vor allem Zimmermann versuchte, die Reihen zu ordnen. Jedoch erhielt der 27-Jährige zu wenig Unterstützung. Philipp Klement, gegen Münster noch überzeugend, erwischte einen schwachen Tag. In der 37. Minute war es erneut Landeka, der aus Nahdistanz am glänzend reagierenden Hansa-Keeper Kevin Müller scheiterte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stand CFC-Stürmer Anton Fink Teamkollege Toni Wachsmuth im Weg (45.+1).

Nach dem Wechsel wurden die Rostocker zielstrebiger und prompt mit dem 1:0 belohnt. Ein Freistoß von Zimmermann segelte durch den Chemnitzer Strafraum und fand den Weg zu Tom Weilandt, der ohne Mühe einschob (49.). Es war Hansas erste Torchance in der Partie.

Die Hausherren waren geschockt. Zimmermann versuchte aus der Distanz das 2:0 nachzulegen, scheiterte aber am Keeper (57.). Chemnitz erhöhte die Intensität und drängte auf den Ausgleich. Dem FCH fehlte die nötige Entlastung. Sascha Pfeffer entwischte Weilandt. In der Mitte war Benjamin Förster einen Schritt schneller als Maurice Trapp - 1:1 (69.). "Wir hatten mit dem 1:0 den Sieg in den Händen, ließen dann aber die drei Punkte hier", sagte der eingewechselte Ken Leemans, dem beim 1:2 eine tragende Rolle zukam (73.). Der Belgier soll eine Hereingabe von Fabian Stenzel absichtlich mit der Hand abgewehrt haben. So zumindest die unmissverständliche Geste von Schiedsrichter Thorben Siewer (Drolshagen). Große Aufregung auf Rostocker Seite: Leemans wegen des vermeintlichen Handspiels und der sich warmlaufende Matthias Holst wegen Reklamierens sahen die gelbe Karte. Für Erstgenannten doppelt bitter, war es doch seine fünfte, und der Mittelfeldmann muss nun einmal aussetzen. "Meine Hände sind neben dem Körper. Der Ball trifft zwar wirklich die Außenseite meiner Hand, aber der Schiedsrichter sagt, dass meine Hand oben war und zum Ball gegangen wäre. Doch das stimmt nicht", so Leemans, dessen Aussage die TV-Bilder bestätigten. Anton Fink interessierten die Diskussionen freilich nicht. Der CFC-Stürmer verwandelte sicher.

Hansa bekam noch die Chance zum Ausgleich. Doch Michael Blums Schuss wurde von Wachsmuth auf der Linie gerettet (79.). Zu allem Überfluss handelte sich Mendy wegen wiederholten Foulspiels auch noch Gelb-Rot ein (83.). Die letzte Möglichkeit zum 2:2 vergab Leemans per Kopf (90.+1).

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (Chemnitzer FC): Wir haben ein rassiges und temporeiches Spiel gesehen. Der einzige Kritikpunkt an der Leistung meiner Mannschaft war, dass wir vor der Pause nicht in Führung gegangen sind. In der zweiten Hälfte waren wir bei einem Standard nicht im Bilde. Nach dem Rückstand haben wir gefightet und nicht unverdient gewonnen.

Marc Fascher (FC Hansa): Wir hatten Glück, dass Chemnitz in der ersten Hälfte nicht in Führung gegangen ist. Danach haben wir besser ins Spiel gefunden und waren sehr präsent. Es scheint aber wie verhext für uns zu sein. Wir sind nach dem 1:0 auf der Siegerstraße, denken, dass wir alles im Griff haben. Durch einen Geniestreich bekommen wir dann aber den Ausgleich. Das hat Herr Förster richtig gut gemacht. Was aber nicht fallen darf, ist das 1:2. Letztlich muss man auch aus Niederlagen das Beste herausziehen. Auch wenn es sich paradox anhört: Ich habe viele positive Ansätze gesehen.

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