Zum Auftakt muss ein Sieg her - egal wie

<strong>Mittelfeld-Abräumer Ken Leemans</strong> (rechts, hier gegen William Kvist vom VfB Stuttgart) muss ab heute beweisen, dass er die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen und zu einem Führungsspieler des FC Hansa werden kann. <foto>Georg Scharnweber</foto>
Mittelfeld-Abräumer Ken Leemans (rechts, hier gegen William Kvist vom VfB Stuttgart) muss ab heute beweisen, dass er die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen und zu einem Führungsspieler des FC Hansa werden kann. Georg Scharnweber

svz.de von
20. Juli 2012, 09:30 Uhr

Rostock | Nach sechs Wochen harter und schweißtreibender Vorbereitung legt der FC Hansa heute endlich los. Ab 14 Uhr hat der Zweitliga-Absteiger in der heimischen DKB-Arena den Drittliga-Neuling Stuttgarter Kicker zu Gast und möchte gleich ein Zeichen setzen. "Wir wollen zu Hause mit einem Dreier in die Saison starten. Ob es ein dreckiger, glücklicher oder geschenkter Sieg wird, interessiert mich überhaupt nicht. Hauptsache wir gewinnen", sagt FCH-Trainer Wolfgang Wolf.

Auch seine Jungs sind heiß auf den Start. " Wir haben lange genug trainiert. Jetzt wollen wir zeigen, wie stark wir sind", so Ken Leemans.

Der Belgier, der aus den Niederlanden vom Erstligisten VVV Venlo an die Ostseeküste wechselte, soll im defensiven Mittelfeld den Laden zusammenhalten und als Führungsspieler vorangehen. "Wir spielen gegen einen Aufsteiger. Das wird nicht leicht. Aber zu Hause müssen wir einfach die drei Punkte holen. Ein guter Start ist wichtig, und ich bin überzeugt, dass wir das auch hinkriegen werden", erklärt der 29-Jährige.

Vor zwei Jahren, als der FCH zum ersten Mal in die Drittklassigkeit abgerutscht war, starteten die Ostseestädter ebenfalls mit einer Heimpartie gegen einen Aufsteiger und bezwangen damals den VfR Aalen (mittlerweile Zweitligist) mit 3:0. Es folgte eine sensationelle Serie, die mit dem Aufstieg endete.

"Unterschätzen werden wir die Kickers aber keinesfalls. Sie haben zuletzt 1:0 gegen den aktuellen schottischen Meister Celtic Glasgow gewonnen. Nach dem Aufstieg haben die Stuttgarter sicher eine Menge Selbstvertrauen und werden mit einer breiten Brust auftreten", so Rostocks Innenverteidiger Patrick Wolf, der im ges trigen Abschlusstraining eine Schrecksekunde zu überstehen hatte. Beim Einstudieren von Standards blieb der 23-Jährige nach einem Zusammenprall mit Keeper Kevin Müller auf dem Rasen liegen, musste anschließend die Einheit sogar vorzeitig beenden. "Wir müssen jetzt abwarten, was mit ihm ist. Ich hoffe aber, dass Patrick einsatzfähig ist", sagte Wolfgang Wolf, der als Spieler und Trainer beim heutigen Gegner unter Vertrag stand.

"Wir haben neun Jahre in Stuttgart gelebt. Allerdings habe ich keine großen Beziehungen mehr zu den Kickers", verrät Sohnemann Patrick, der seinen Vater auf dem Platz aber nie spielen sah: "Dazu war ich damals noch zu klein."

Dennoch trägt er mit der 2 die gleiche Rückennummer wie Papa. "Das war Zufall. In der Jugend in Kaiserslautern durften wir uns erstmals feste Nummern aussuchen und die 5, die ich eigentlich wollte, war schon weg. Da habe ich die 2 genommen. Dabei ist es bis heute geblieben", so Patrick Wolf.

Sicher fehlen werden heute Manfred Starke wegen einer Oberschenkelzerrung und Tom Weilandt, der noch Trainingsrückstand hat.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen