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Anerkennung der Old-Boys beim letzten Post-Heimspiel : Zum Abschied Besuch von den Oldies

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Derzeit ist bei den Post-Handballern nichts normal, seit die Insolvenz so gut wie feststeht. Keiner der Verantwortlichen konnte eine verbindliche Auskunft darüber erteilen, ob die Begegnung am Sonntag die letzte war.

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2012 | 07:48 Uhr

Schwerin | Auf der Spielfläche standen in der Bundesligapartie des SV Post Schwerin gegen TuS Ferndorf (27:34) Stephan Riediger, Alexander Rauch und Kay-Peter Larisch und auf den Rängen saßen deren Väter, was im Normalfall keiner besonderen Erwähnung bedurft hätte. Doch derzeit ist bei den Post-Handballern nichts normal, seit die Insolvenz bei der Handball Bundesliga GmbH und Co. KG so gut wie feststeht. Denn keiner der Post-Verantwortlichen konnte eine verbindliche Auskunft darüber erteilen, ob die Begegnung am Sonntagabend vielleicht bereits die letzte war.

Insofern waren weitere Post Old Boys wie Peter Adolf Kahr, Hans-Ulrich Witt, Erwin Schwesig, Claus-Dieter Walter, Christian Körner sowie Uwe Heising dem Aufruf der Post-Geschäftsstelle gefolgt, dem scheidenden Bundesligateam die verdiente Anerkennung zu zollen. Der ebenfalls anwesende Trainer-Veteran Erwin Kaldarasch drückte das aus, was alle bereits vor dem Anpfiff bewegte: "Diese Entwicklung tut mir unendlich leid. Post hatte endlich wieder eine junge, hoffnungsvolle Mannschaft mit einem prädestinierten Trainer beisammen. Ich habe darin eine Parallele zu meinem Start Anfang der 70er Jahre gesehen."

Ex-Post-Kreisspieler "Theo" Körner führt das drohende Aus unter anderem auf die gesellschaftliche Entwicklung zurück. "Alles, was wir über 42 Jahre mit viel Herz und Leidenschaft aufgebaut haben, muss jetzt dem immer stärker in den Vordergrund tretenden Kommerz Tribut zollen."

Für seinen Mannschaftskameraden "Lore" Larisch kommt diese Entwicklung aber nicht ganz aus heiterem Himmel: "Tendenzen waren schon seit einiger Zeit zu erkennen. Trotz allem hätte ich mir deutlich mehr Engagement gewünscht, um die Sache doch noch zu retten. Es muss unbedingt einen Neuanfang geben, denn zu Schwerin gehört einfach der Handball."

Doch auf Spitzenhandball müssen die Post-Anhänger demnächst sicher eine ganze Zeit verzichten. Wie HBL-Präsidiumsmitglied Peter Rauch aber verbindlich erklärte, wird der SV Post Schwerin in der Saison 2013/14 in der 3. Liga spielen dürfen. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich eine für die Spielklasse befähigte Mannschaft. Deshalb sind die Handball-Verantwortlichen des SV Post Schwerin in der Pflicht, schnellstens die Strukturen dafür zu schaffen.

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