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Volleyball: SSC verliert Gipfeltreffen gegen Dresden : Zu viele dumme Fehler gemacht

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Die Partie der Volleyballerinnen des Schweriner SC gegen den Dresdner SC war an Dramatik nicht zu überbieten. Vor der Rekordkulisse von 1823 Zuschauern verlor der SSC nach großem Kampf mit 1:3 (28, -23, -22, -23).

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erstellt am 30.Mär.2011 | 10:16 Uhr

Schwerin | Die Partie der Volleyballerinnen des Schweriner SC gegen den Dresdner SC gestern Abend war an Dramatik nicht zu überbieten. Vor der Rekordkulisse von 1823 Zuschauern in der Arena verlor die Mannschaft von SSC-Trainer Tore Aleksandersen zwar nach aufopferungsvollem Kampf, aber auch mit einer teils großen Fehlerquote mit 1:3 (28, -23, -22, -23).

Von Beginn an entwickelte sich ein hochdramatisches Match. Schwerin erwischte den schlechteren Start und lag nach guten Aufschlägen von Dresdens Stefanie Karg mit 0:3 hinten. Doch die Gastgeberinnen nahmen Fahrt auf. Als Patricia Thormann auf Diagonal ihren ersten Punkt machte, stand es 4:4. In der Folge schafften es weder der Tabellenführer aus Dresden noch der Dritte, entscheidend davonzuziehen. Beide Teams setzten den Gegner mit guten Aufschlägen unter Druck, die Block- und Feldabwehren leisteten Schwerstarbeit und die Angriffsreihen versuchten alles: 12:13.

Dramatische Endphase im ersten Durchgang

Nach dem 20:16 für Dresden nahm die Partie dramatische Züge an. Einen Angriff von SSC-Akteurin Mira Topic gab das Schiedsrichtergespann Brommert/Fattah, das gestern das eine oder andere Mal daneben lag, gut. DSC-Trainer Alexander Waibl regte sich dermaßen darüber auf und handelte sich eine Gelbe Karte ein. So lag der SSC nur noch zwei Punkte zurück. Und die Aleksander-Schützlinge kämpften. Patricia Thormann, die das gesamte Spiel von ihren Mitspielerinnen nie richtig in Szene gesetzt werden konnte, machte dann den Ausgleich zum 21:21. Anschließend stand zweimal der SSC-Block hervorragend. Dresden verkürzte jedoch, bevor SSC-Außenangreiferin Vendula Adlerova den ersten Satzball herausholte: 24:22. Doch drei Punkte in Folge für die Gäste brachte den ersten Satzball dann für den DSC. Es ging weiter hin und her, die Zuschauer standen schon lange: 27:28. Zwei erfolgreiche Angriffe von Mira Topic brachten den insgesamt fünften Satzball für den SSC. Als der nächste Angriff von Dresdens Stefanie Karg ins Aus ging, war die 1:0-Satzführung für die Gastgeberinnen perfekt.

Es blieb weiter so spannend. Beide Teams machten weiter Druck mit dem Aufschlag, hatten enorme Durchschlagskraft im Angriff. Aber auch die Block- und Feldabwehr auf beiden Seiten arbeitete hervorragend. Und die Zuschauer sahen ein wirklich tolles Spiel mit zum Teil Volleyball auf hohem Niveau. Allerdings kamen beide Mannschaften nicht fehlerfrei über die Runden. Im zweiten Satz war das 8:7 durch Mittelblockerin Anja Brandt die letzte Führung für die Mecklenburgerinnen. Danach schlichen sich gerade beim SSC viele Fehler ein. "Wir haben teilweise sehr dumm gespielt. So kann man gegen Dresden nicht gewinnen", sagte Tore Aleksandersen.

Die Annahme stand nicht mehr so gut. Dresden, ebenso für gewaltige Aufschläge bekannt wie Schwerin, machte damit mehr Druck. Der SSC seinerseits konnte mit seinen Aufschlag-Assen Denise Hanke, Berit Kauffeldt, Anja Brandt oder Pa tricia Thormann nicht mehr so auftrumpfen, denn die Sachsen-Annahme stand sicher. Dresden übernahm bei 9:8 die Führung und verteidigte diese knapp über 17:16 und 19:18. Beim 21:24 wehrten die Aleksandersen-Schützlinge dann zwar noch zwei Satzbälle ab, aber beim Angriff von Frederike Thieme waren sie machtlos: 1:1-Satzausgleich.

Das gleiche Bild zeigte sich denn auch im dritten Satz. Allerdings ließ das Niveau nach. Doch beide Seiten kämpften weiter und es blieb eng. Über 4:4, 11:11 ging es bis zum 20:20. Da allerdings leistete sich der SSC wieder Fehler. Gegen Stefanie Karg und Grit Müller stand kein Block und Mira Topic ihrerseits wurde geblockt. Beim 24:22 für die Gäste verwandelte Friederike Thieme den zweiten Satzball für die Mannschaft von Trainer Aleksander Waibl.

Nach starkem Satzbeginn zu schwankend in der Leistung

Im vierten Durchgang sahen die begeisterten Zuschauer weiterhin ein hartumkämpftes Spiel. Schwerin erwischte den besseren Start und führte mit 8:5. Doch Schwerin war zu schwankend in der Leistung, obwohl es zu den vergangenen vier Partien gegen die vermeintlichen leichteren Gegner sicher eine Steigerung war. Fehler auf SSC-Seiten brachten die Gäste wieder ins Spiel, die ihrerseits dann beim 16:13 vorn lagen. Von den Zuschauern bedingungslos angefeuert, kämpfte sich der Tabellendritte zurück: 18:18. Es sollte allerdings jetzt nur noch ein Strohfeuer gewesen sein. Wieder vier dumme Fehler in Folge brachten die Vorentscheidung für die Gäste. Und Dresdens Bester Saskia Hippe war es vorbehalten, den Matchball für ihr Team zu verwandeln.

Schwerin: Kauffeldt, Hanke, Topic, Brandt, Thormann, Retzlaff - Völker, Thomsen, Adlerova, Schaus.

Dresden: Karg, Helterhoff, Thieme, Cmaylo, Hippe, Müller - Tzscherlich; Sperl, Gryka.

SR: Brommert/Fattah (Berlin). Z.: 1823. Spielzeit: 114 (32, 27, 25, 30) Minuten.

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