zur Navigation springen

Hansa Rostock : Ziegenbein Kandidat für die Startelf

vom

In der Nachspielzeit beim Duell mit dem FSV Frankfurt (0:0) hätte Björn Ziegenbein zum Helden werden können, doch er brachte das Leder nicht zum Siegtor für den FC Hansa im gegnerischen Kasten unter.

svz.de von
erstellt am 15.Nov.2011 | 08:33 Uhr

Rostock | In der Nachspielzeit beim Duell mit dem FSV Frankfurt (0:0) hätte Björn Ziegenbein zum Helden werden können, doch er brachte das Leder nicht zum Siegtor für den FC Hansa im gegnerischen Kasten unter. Dennoch gab der 25-Jährige in seiner 18-minütigen Einsatzzeit ein deutliches Lebenszeichen ab, nachdem er zuvor sogar nur einen Platz auf der Tribüne hatte. "Björn hat ein gutes Spiel gemacht und Selbstvertrauen getankt. Wenn er den Ball kurz vor Schluss im Tor versenkt hätte, wäre er als ein ganz großer Gewinner - für sich und für uns - aus dem Spiel herausgegangen. Er ist sicherlich ein Kandidat für die Anfangself gegen St. Pauli", sagte Peter Vollmann, Trainer des Rostocker Fußball-Zweitligisten.

Brisanz auf und neben dem Platz

Der Vergleich mit den Hamburgern (Sonnabend, 13 Uhr, DKB-Arena) birgt eine Menge Brisanz - auf und neben dem Platz. Und brisante Duelle liegen "Ziege". Zumeist läuft er dann zu großer Form auf. So traf er zum Beispiel in den beiden zurückliegenden Auftritten bei Dynamo Dresden. Einen deutlich verbesserten Ziegenbein kann das Offensivspiel des FC Hansa (bislang erst acht Tore in 14 Begegnungen) gut gebrauchen. Im vergangenen Jahr hatte der Kicker mit 14 Treffern einen großen Anteil an der Rückkehr in die 2. Liga. In dieser Saison steht für ihn bislang erst ein mageres Törchen zu Buche. "Es ist ein wichtiges Regionalderby. Dessen sind sich alle bewusst. Wir wollen versuchen, mit Emotionalität und den Zuschauern im Rücken, Paroli zu bieten. Klar ist aber auch, dass wir nur mit Kämpfen nicht erfolgreich sein werden. Wir müssen auch zu unserer spielerischen Stärke finden und in der Offensive Akzente setzen", sagt Vollmann.

Sicherheitsmaßnahmen bei Nordderby verstärkt

Für das brisante Nordderby zwischen Hansa Rostock und St. Pauli gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Fans, die per Bahn nach Rostock reisen, werden auf den Bahnhöfen und in den Zügen kontrolliert. Wie die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt und die Polizeiinspektion Rostock gestern in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, dürfen keine Glasflaschen und Pyrotechnik mitgenommen werden.

"Das Verbot ist erforderlich, da in der Vergangenheit alkoholisierte Fußballfans erhebliche Straftaten begangen haben. Hierbei wurden wiederholt auch Glasflaschen und pyrotechnische Erzeugnisse auf Polizeibeamte und andere Fangruppen geworfen. Die Einhaltung des Verbotes in den Zügen wird durch Beamte der Bundespolizei überwacht", heißt es in der Erklärung.

Auch normale Zugreisende müssen mit Kontrollen rechnen. Das Glasflaschenverbot betrifft nicht nur den Entlastungs- und den vom St.-Pauli-Fanladen organisierten Sonderzug, sondern mehrere reguläre Verbindungen zwischen 6 Uhr und 13 Uhr nach Rostock sowie von 14.30 bis 24 Uhr nach Hamburg und in einige Städte Mecklenburg-Vorpommerns.

Der FC St. Pauli setzt zur Unterstützung der Rostocker Ordner zahlreiche eigene Kräfte am Rostocker Hauptbahnhof sowie am Stadion ein. Aus Hamburg reisen 2400 Fans an. In der Rostocker Arena gibt es keinen Alkoholausschank. Im Einsatz sind zudem Sprengstoffspürhunde, die Video-Überwachung wird verstärkt.

HANSA INTERN

Kein Kurzcamp: Die Rostocker werden sich vor der Partie gegen den FC St. Pauli nicht in ein Kurztrainingslager zurückziehen.

Angeschlagen: Timo Perthel musste gestern Vormittag das Training abbrechen und ließ sich wegen Rückenbeschwerden von Mannschaftsarzt Dr. Frank Bartel behandeln. Mohammed Lartey (Adduktorenzerrung), Tino Semmer (Wadenzerrung) und Jörg Hahnel (Sprunggelenksprobleme) konnten nicht trainieren.

Restkarten: Im Fan-Shop (Breite Straße) und im Hansa-Sporthaus (Warnow Park, Lütten Klein) sind noch wenige Tickets für das Duell mit St. Pauli erhältlich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen