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18. Oktober 2017 | 11:29 Uhr

Zemlin holt erneut zum K.o.-Schlag aus

vom

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2011 | 08:09 Uhr

Rostock | "Mecklenburg-Derbys haben eigene Gesetze. Aktuelle Tabellensituationen werden dabei außer Kraft gesetzt", sagt der Geschäftsführer der Empor Rostock Handball GmbH, Uwe Landt. Zum 78. Mal treffen heute um 19 Uhr in der Sport-und Kongresshalle Schwerin der Gastgeber SV Post und der HC Empor Rostock aufeinander.

Diese Duelle leben von Emotionen. Bis auf wenige Ausnahmen waren knappe und überraschende Spielausgänge vorprogrammiert. Die in der 2. Handball-Bundesliga auf Position zwölf stehenden Schweriner (15:17 Punkte) tragen gegenüber den Hansestädtern (18./10:22) die Favoritenbürde.

Empor-Kapitän Jens Dethloff - er bestreitet gegen Post sein 19. Derby - sagt: "Wir wollen an die Leistung aus der Partie gegen Potsdam anknüpfen, das Selbstvertrauen mit rübernehmen und im 78. Vergleich beider Vereine den 50. Erfolg einfahren."

Sein Coach Norbert Henke kennt aus seiner Tätigkeit als Trainer und Geschäftsführer von Post die Vorzüge der Schweriner und zählt auf: "Sie bringen größere Erfahrung, eine eingespielte Truppe, mit Moritz Weltgen einen der besten Regisseure, starke Halbpositionen und einen gerade auf heimischem Parkett äußerst aggressiven 6:0-Riegel, über den die Konter laufen, ein."

Michal Bruna wird den Männern von der Küste durch seinen Muskelfaserriss aus dem Match gegen Potsdam nicht zur Verfügung stehen. "Das ist eine schwere Hypothek, doch auch eine Chance für Florian Zemlin", meint Henke.

"Flori" hatte zuletzt doppeltes Selbstvertrauen getankt: Beim 34:28 über den VfL führte er den HCE in der Schlussviertelstunde zum klaren Erfolg. Einen Tag später beendete er den Boxkampf im Rahmen der Benefiz-Fight-Night gegen Nasenbär Christian Ciupka nach zwei klassischen Niederschlägen durch Abbruch. "Warum sollte nicht gerade er den Postlern den entscheidenden K.o.-Schlag versetzen?", fragt sich Rostocks Vorstandsvorsitzender Jens Gienapp.

Aufgrund der personellen Probleme - auch Krzysztof Gorniak ist nicht bei 100 Prozent Fitness - sieht Norbert Henke die Hausherren in der Favoritenrolle. "Die Partie ist eine große Herausforderung für uns. Und das vom Kopf und von der Gesamtaufgabe her. Meine Akteure müssen sich darauf einstellen, auch auf für sie eigentlich ungewohnten Posi tionen zum Einsatz zu kommen."

Damit spielt er auf die Zusammen setzung des Kaders an. Post ist auf allen Positionen doppelt und gut besetzt. Rostock leistet sich den Luxus, vier Kreisspieler im Kader zu haben. Im Rückraum mangelt es aber an Alterna tiven. Kein Wunder, dass der HCE nach NNN-Informationen an einer Rückholaktion von Sven Thormann interessiert ist.

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