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Der zweite Saisonsieg muss her : "Zeigen, dass wir das ziehen wollen"

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Mit der Trainingseinheit am gestrigen Vormittag startete Fußball-Zweitligist FC Hansa in die Vorbereitung auf das Spiel gegen den FC St. Pauli am Sonnabend um 13 Uhr in der DKB-Arena.

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erstellt am 14.Nov.2011 | 07:10 Uhr

Rostock | Mit der anderthalbstündigen Trainingseinheit am gestrigen Vormittag startete Fußball-Zweitligist FC Hansa in die Vorbereitung auf das Spiel gegen den FC St. Pauli am Sonnabend um 13 Uhr in der DKB-Arena.

Nachdem die Hamburger die Vorsaison in der 1. Bundesliga verbrachten, die Rostocker in diesem Zeitraum sogar nur noch drittklassig waren, treffen beide nun wieder in der 2. Liga aufeinander. Dort hatten sie sich zuletzt 2009/10 gegenüber gestanden.

Tobias Jänicke ist der Einzige aus dem aktuellen Kader des FCH, der damals in beiden Vergleichen (jeweils 0:2) dabei war. Auch für den 22-Jährigen stellt das Duell der Erzrivalen kein Spiel wie jedes andere dar: "Abgesehen davon, dass diese Partie ja immer extrem hochgepusht wird, betrachte ich sie schon als etwas Besonderes, als ein Highlight."

Standard-Spezialist Lartey droht auszufallen

Und natürlich soll - auch wenn der Fünfzehnte Hansa gegen den Vierten

St. Pauli nicht der Favorit ist - der zweite Saisonsieg eingefahren werden. "Wir müssen von Anfang an zeigen, dass wir das ziehen wollen. Wir haben indivi-

duelle Klasse. Es wird darauf ankommen, dass wir als Team zusammen verteidigen und angreifen, dass jeder dem anderen hilft, seine Stärken auszuspielen, und wir Chancen herausholen", sagt Jänicke, der mit sich selbst in der laufenden Serie nicht zufrieden ist: "Da gibt es - wie bei allen anderen auch - noch genug Luft nach oben."

In der Tat funktioniert gerade das offensive Parade-Mittelfeld der 3. Liga mit ihm, Mohammed Lartey und Björn Ziegenbein eine Etage höher bislang bei Weitem nicht so, wie es sich Trainer Peter Vollmann erhofft hatte. Einer Ausbeute 2010/11 von zusammen 33 Toren an 38 Spieltagen (Ziegenbein 14, Lartey 10, Jänicke 9) stehen jetzt, nach 14 Runden, ganze zwei gegenüber (1, 0, 1).

Immerhin: Bei den ruhenden Bällen hatte sich Lartey zuletzt enorm verbessert. Doch ausgerechnet er droht jetzt auszufallen. "Das würde", so Vollmann, "die Sache verkomplizieren, denn er hat zuletzt fast 100 Prozent unserer Standards geschossen und die Ausführung immer besser in den Griff bekommen."

Fürwahr: Alle drei Tore in den zurückliegenden beiden Heimspielen (1860 München 2:0, Energie Cottbus 1:1) kamen nach Ecken bzw. einem Freistoß von Lartey zustande.

"Mo" hatte sich im Vergleich beim FSV Frankfurt (0:0) eine Zerrung im Adduktorenbereich zugezogen und "ist jetzt mehr oder weniger zehn Tage komplett raus. Wenn er sich Mittwoch nicht im Training befindet, sieht es sehr schlecht aus. Es wird auf jeden Fall eng", sagte Vollmann.

Gestern unterzog sich der Deutsch-Ghanaer einer MRT-Untersuchung. Ergebnis: Erfreulicherweise ist nichts kaputt. "Wir werden aber auf keinen Fall ein Risiko eingehen", betont der Chefcoach. "Ist er nicht mindestens 98 Prozent fit, ist die Gefahr zu groß, dass die Verletzung langfristiger wird."

Heute wird zweimal, um 9.45 und um 14 Uhr, trainiert.

„Tobi“ Jänicke: Warum er „Taube“ genannt wird
Tobias Jänicke wird nicht nur „Tobi“ gerufen, sondern auch „Taube“. Und das kam so: „Der René Rydlewicz (Ex-Mittelfeldspieler/für Hansa u. a. 148 Einsätze und 23 Tore in der
1. Bundesliga – d. Red.) wackelte beim Laufen immer so mit dem Kopf und wurde deshalb Taube genannt. Seit ich diese Geschichte mal erzählt habe, ging der Name auf mich über. Mein Laufstil hat wirklich ein bisschen Ähnlichkeit mit ’ner Taube, musst mal drauf achten.“

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