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Hansa-Fans setzen Zeichen gegen Krawallmacher : "Zeig Gewalt die rote Karte"

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Gute Nachricht von den Fans: Vor dem Heimspiel gegen Offenbach haben die Hansa-Löwen aus Neubrandenburg 20 000 rote Karten drucken lassen. Auf ihnen steht „Von Fans für Fans – zeigt Gewalt die rote Karte“.

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erstellt am 10.Mär.2011 | 08:13 Uhr

Rostock/neu-brandenburg | Die echten Hansa-Fans sollen den Krawallmachern morgen vor der Partie des Rostocker Fußball-Drittligisten gegen Kickers Offenbach (Anstoß 14 Uhr) die rote Karte zeigen. Dies wünscht sich Maik Ohlenforst, Vorsitzender des Fanclubs Neubrandenburger Hansa-Löwen. Gemeinsam mit seinen Kumpels hat der 35-Jährige durch die materielle und finanzielle Unterstützung von sechs Sponsoren (vier aus Neubrandenburg und zwei aus Rostock) 20 000 rote Karten anfertigen lassen. "Von Fans für Fans - Ein Aufruf von den Neubrandenburger Hansa-Löwen - Zeig Gewalt die rote Karte", steht auf den im A5-Format bedruckten Exemplaren, die an allen Zugängen der DKB-Arena (auch im Gästebereich) an jeden einzelnen Zuschauer verteilt und beim Einlaufen der beiden Teams hochgehalten werden sollen.

Eine von Fans und nicht vom Verein initiierte Aktion

"Es ist wichtig, dass in der Öffentlichkeit rüberkommt, dass es eine Aktion von Fans ist und sie nicht vom Verein oder vom Deutschen Fußball-Bund

initiiert wurde. Es muss jetzt einfach etwas passieren. Wir können es uns nicht bieten lassen, dass es immer wieder zu Zwischenfällen und Ausschreitungen kommt. Am meisten ärgert mich, dass dann immer die Fans bestraft werden, die friedlich sind und im Grunde nichts dafür können", erklärte Ohlenforst.

Der Neubrandenburger ist seit über zehn Jahren Anhänger des ostdeutschen Traditionsvereins. Im August 2008 war er Mitbegründer des Fanclubs, der aktuell 17 Mitglieder hat. Bei Heimspielen ist "Hansa-Ohle" fast immer dabei. Für Auswärtsspiele versucht er Fanbusse aus der Vier-Tore-Stadt zu organisieren, wie auch aktuell nach Braunschweig (20. März) oder zur letzten Auswärtspartie der Saison bei Jahn Regensburg (7. Mai).

Beim FC Hansa ist man erfreut, dass solch eine Aktion aus den Reihen der eigenen Anhängerschaft kommt. "Ich finde es gut, dass sich unsere Fans so klar positionieren und solch eine Sache organisieren. Sie haben das komplett selbst gemacht", erklärte FCH-Vorstandschef Bernd Hofmann. Die Rostocker werden Ohlenforst und seine Mitstreiter natürlich bei der Verteilung in der Arena unterstützen. Zudem soll Stadionsprecher Klaus-Jürgen Strupp ("Struppi") vor dem Einlaufen der Teams auf die Aktion aufmerksam machen. "Es wäre toll, wenn alle Zuschauer auf allen Tribünen mitmachen würden und wir damit ein klares Signal gegen Gewalt setzen könnten", hofft Maik Ohlenforst, der dem Fanbeirat des FC Hansa angehört.

Auch in dieser Saison war es bei Auswärtsspielen der Rostocker wiederholt zu Zwischenfällen gekommen (Erfurt, Jena, Dresden oder Ahlen). Insgesamt kosteten die Strafen den Verein bislang knapp 70 000 Euro.

Hansa intern

Müller und Ziegenbein angeschlagen: Die beiden Mittelfeldspieler Robert Müller (leichte Grippe) und Björn Ziegenbein (muskuläre Probleme) sind derzeit leicht angeschlagen. „Bei Björn ist es nichts Gravierendes. Ich denke, dass wir ihn nicht daran hindern, beim Spiel dabei zu sein. Wie es sich bei Robert entwickelt, müssen wir abwarten“, sagte Trainer Peter Vollmann. Dagegen kehrte Tom Trybull ohne Blessuren vom Lehrgang der deutschen U18-Auswahl zurück und stieg gestern Nachmittag wieder ins Training ein. Die Abschlusseinheit findet heute um 14 Uhr statt.

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