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24. September 2017 | 19:46 Uhr

Zbik: "Ich will große Kämpfe"

vom

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2010 | 06:52 Uhr

Hamburg/Schwerin | Mit viel Spaß, aber ohne konkretes Ziel ist Box-Interims-Weltmeister Sebastian Zbik dieser Tage wieder in den Trainingsalltag im Hamburger Universum-Gym eingestiegen. Eine lockere Laufeinheit und ein wenig Arbeit an den Geräten standen auf dem Programm der ersten Übungseinheit, bei dem der Spaßfaktor im Mittelpunkt stand. "Naja, für den Einstieg wars ganz ordentlich. Es war natürlich nicht zu übersehen, dass Zbiker einige Wochen auf der faulen Haut und in der Sonne gelegen hat", meinte Trainer Artur Grigorian nach dem Schnuppertraining.

Zbik nahm den Seitenhieb seines "Vorturners" auf und schlug zurück. Natürlich nur verbal. "Du bist aber auch ganz gut über den Sommer gekommen", meinte der 28 Jahre alte Schweriner gut gelaunt nach der langen Pause seit seiner Titelverteidigung am 31. Juli in der Hamburger O2-Arena beim letzten gemeinsamen Kampfabend der Hamburger Universum-Promotion mit dem ZDF. Seither ist es still geworden um Universum und Boxer Zbik. Nur einmal geriet der Schweriner in die Schlagzeilen, als der WBC ihm via Website das Herausforderungsrecht von Weltmeister Sergio Martinez (Argentinien) absprach. "Das hat mich im ersten Moment ganz schön getroffen", sagte der Interims-Weltmeister im Mittelgewicht. Bei seiner Hamburger Promotion sei bislang noch keine Mitteilung seitens des World Boxing Council (WBC) eingegangen. "Insofern fühle ich mich schon noch als offizieller Herausforderer und gehe davon aus, dass ich mein Recht bekomme", betonte der in 30 Kämpfen ungeschlagene Zbik.

Nur wann das sein wird, steht in den Sternen. In diesem Jahr auf keinen Fall mehr, da Martinez am 20. November in Atlantic City eine freiwillige Titelverteidigung gegen den Amerikaner Paul Williams boxt. "Hoffentlich gewinnt er die. Sonst wird alles noch komplizierter", sagte der gebürtige Neubrandenburger. In den Ring steigen will er in diesem Jahr auf jeden Fall noch einmal, egal wo und egal gegen wen. Naja, fast egal.

Ein Duell gegen Felix Sturm reizt Zbik in vielerlei Hinsicht: in sportlicher wie in medialer. "Ich stehe zu dem, was ich schon im Urlaub gesagt habe. Er will große Kämpfe, ich will große Kämpfe. Die Box-Anhänger sowieso", meinte der Box-Profi über ein Duell der beiden besten deutschen Box-Stilisten. "Also Felix: Lass uns reden und dann boxen."

WBA-Weltmeister Sturm hatte im September zum ersten Mal in Eigenregie geboxt und für den Dezember einen weiteren Kampf angekündigt. Als mögliche Gegner wurden von Sturms Seite der Ire John Duddy und Marco Antonio Rubio (Mexiko) gehandelt. Die Namen dürften Sturms TV-Partner Sat.1 kaum von den Stühlen reißen. Die Möglichkeit einer deutsch-deutschen WM schon eher.

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