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Hansa Rostock : Wolfgang Wolf "optimistischer denn je"

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Obwohl Fußball-Zweitligist Hansa Rostock am Freitag beim 0:2 in Paderborn die vierte Niederlage in Folge kassierte, ist die Zuversicht des Trainers Wolfgang Wolf auf den Klassenerhalt ungebrochen, ja, sogar gestiegen.

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erstellt am 11.Dez.2011 | 06:33 Uhr

Ros- tock | Obwohl Fußball-Zweitligist Hansa Rostock am Freitag beim 0:2 in Paderborn die vierte Niederlage in Folge kassierte und jetzt sogar auf dem letzten Platz liegt, ist die Zuversicht des neuen Trainers Wolfgang Wolf auf den Klassenerhalt ungebrochen, ja, sogar gestiegen.

"Wir haben zwar verloren, aber die Mannschaft hat über weite Strecken das umgesetzt, was ich von ihr verlange. Wir hielten gut die Pres-singzone und spielten auch ordentlich in die Spitze. Nur agierten wir manchmal zu hektisch und ungenau. Wir holten zwar die eine oder andere Chance heraus, ließen dann aber die Kälte und Routine im Abschluss vermissen", so der 54-Jährige.

"Die Mannschaft glaubt an sich"

Für Wolfgang Wolf war es nach einem Dreivierteljahr Pause - letztes Spiel bis dahin mit Kickers Offenbach 1:1 in Aalen am 26. Februar - die Rückkehr auf den Trainerstuhl. Dort gesessen hat er in Paderborn allerdings während der 90 Minuten kaum. "Ich sitze eigentlich nie auf der Bank. Aber das ist auch nebensächlich. Ich bin Vollblut-Fußballer und -Trainer. Heute habe ich mich gefreut, weil ich gesehen habe, dass die Mannschaft will und das umsetzt, was ich ihr vorgebe. Nach diesem Auftritt bin ich optimistischer denn je", so der gebürtige Pfälzer, der nur drei Übungseinheiten Zeit hatte, die Truppe auf die Partie in Ostwestfalen vorzubereiten. "Ich habe versucht, der Mannschaft Selbstver-trauen zu geben. Sie hat gut gespielt, ist nicht zurück-

gewichen und hat immer wieder die Zweikämpfe gesucht. Das Team glaubt an sich. Das ist trotz der Niederlage ein Schritt in die richtige Richtung", so Rostocks Coach.

Nach dem Schlusspfiff in der Energieteam-Arena richtete Wolfgang Wolf den Blick bereits auf die letzte in diesem Kalenderjahr anstehende Aufgabe gegen Mitaufsteiger Dynamo Dresden (Sonntag 13.30 Uhr DKB-Arena): "Wir hatten vor, 2011 noch drei Punkte zu holen. Jetzt steht das Geisterspiel gegen Dresden an. Wir wollen mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause gehen. Die Mannschaft ist willens."

Gestern studierte Wolf persönlich den nächsten Kontrahenten, besuchte die Partie der Sachsen zu Hause gegen Energie Cottbus (2:1).

Aufgrund der großen Rivalität unter den Anhängern ist ein Duell zwischen Hansa und Dynamo stets kein normaler Vergleich. Doch diesmal wird das Getöse auf den Rängen fehlen. Denn aufgrund der DFB-Strafe nach den Vorfällen bei der Begegnung FCH - St. Pauli muss der Traditionsclub von der Küste gegen die Sachsen unter Ausschluss der Öffentlichkeit antreten. Neben Dienstpersonal, das für die Durchführung der Auseinandersetzung benötigt wird, sowie Medienvertretern dürfen nur jeweils 40 Personen beider Vereine (inklusive Mannschaft und Trainerteam) in das Stadion.

"Das ist eine ganz besondere Atmosphäre. Es wird so manchen überraschen, wenn auf den Rängen nichts los ist, nichts über die Tribünen schwappt und auf dem Platz eine Totenstille herrscht. Das ist wie früher bei einem Jugend- oder Amateurduell. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Doch es ist wurscht, ob wir vor 20 000 spielen oder vor null, wir werden die drei Punkte behalten", sagte Wolf, der genau weiß, wovon er spricht. Im November 2003 war er in der 2. Bundesliga als Trainer des 1. FC Nürnberg auf dem alten Tivoli in Aachen von einem Wurfgeschoss getroffen worden. Daraufhin kam es zum Abbruch. Der Vergleich wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit am 26. Januar 2004 wiederholt. Aachen gewann 3:2. Diesmal will Wolf als Sieger das Stadion ver-lassen.

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