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23. August 2017 | 21:43 Uhr

Wolf-Debüt mit Geisterspiel

vom

Rostock | Der neue Trainer war schnell gefunden, doch die erste schlechte Nachricht ließ nicht lange auf sich warten. Der DFB verurteilte den Zweitligisten Hansa Rostock wegen der Ausschreitungen während der Partie gegen den FC St. Pauli zu einem Geisterspiel. Hansa hat nun 24 Stunden Zeit, Einspruch einzulegen. Sonst ist das Urteil rechtskräftig und die Zuschauer müssten im Ostduell mit Dynamo Dresden am 18. Dezember zu Hause bleiben.

Damit begann die Amtszeit des neuen Trainers Wolfgang Wolf denkbar schlecht. Nur wenige Stunden zuvor war der 54-Jährige als Nachfolger für den am Vortag entlassenen Peter Vollmann präsentiert worden. Wolfs Vertrag läuft zunächst bis zum Saisonende und verlängert sich im Fall des Klassenerhalts automatisch um ein Jahr.

"Er hat uns in den Gesprächen mit seiner Art und seinen Vorstellungen vollends überzeugt", sagte Stefan Beinlich. Der Ex-Profi und Hansa-Manager hatte erst am Montagabend gemeinsam mit Vorstandschef Bernd Hofmann Kontakt zu Wolf aufgenommen. "Er war unser Wunschkandidat und unser erster Ansprechpartner", betonte Beinlich.

Wolf vermittelte bei seinem ersten Auftritt als Hansa-Trainer die Zuversicht, dass der Klassenerhalt trotz einer katastrophalen Hinrunde mit nur einem Sieg, elf Toren in 17 Spielen und dem vorletzten Tabellenplatz keine Utopie ist. "Es gibt vier, fünf Mannschaften, die noch in Reichweite sind und gegen die wir ab sofort um den Klassenerhalt spielen", meinte Wolf. Momentan würden der Mannschaft allerdings Leidenschaft und Zweikampfstärke fehlen - ohne diese Tugenden gehe es in der zweiten Liga nicht.

Wolf betreute bis Februar den Drittligisten Kickers Offenbach. In seiner Karriere trainierte der Pfälzer bereits den VfL Wolfsburg, den 1. FC Kaiserslautern, den 1. FC Nürnberg und war auch kurzzeitig in Griechenland bei Skoda Xanthi angestellt.

Wolfgang Wolf nahm auch Stellung zu den Problem-Fans der Rostocker. "Ihr Verhalten hängt auch von unserem Erfolg ab. Wenn die Mannschaft wieder gewinnt, werden sie auch ruhiger", sagte er. Kurz darauf wurde der neue Trainer zum ersten Mal mit den konkreten Auswirkungen des Fan-Verhaltens konfrontiert: Weil Chaoten im Heimspiel gegen St. Pauli Raketen in den Gästeblock feuerten und weil Hansa als Wiederholungstäter gilt, wird Wolf eines der ersten Heimspiele mit seinem Team vor gespenstisch leerer Kulisse bestreiten - der Klub kann heute in Berufung gehen.

Für den wegen etlicher Disziplinlosigkeiten suspendierten Kevin Pannewitz sieht Wolf nur noch eine Chance: "Ich werde ihm wohl 2012 eine neue Möglichkeit geben, aber es wird definitiv die letzte sein."

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erstellt am 07.Dez.2011 | 08:09 Uhr

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