Schweriner SC traut sich : "Wir starten in der Champions League"

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Die nächste große Herausforderung wartet auf die Volleyballerinnen des Schweriner SC. Sowohl sportlich als auch finanziell. Nach langem Ringen entschloss sich der Verein für die kommende Champions League zu melden.

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04. Mai 2012, 10:08 Uhr

Schwerin | Die nächste große Herausforderung wartet auf die Volleyballerinnen des Schweriner SC. Sowohl sportlich als auch finanziell. Nach langem Ringen entschloss sich die Teamleitung des deutschen Double-Gewinners am späten Donnerstagabend, doch für die Champions League in der kommenden Saison beim europäischen Verband CEV zu melden. Gestern war Meldefrist. "Wir starten in der Champions League. Nach Rücksprache mit der Stadt, dem Land sowie Partnern aus der Wirtschaft konnten die bis zum 4. Mai bei der CEV in Luxemburg einzureichenden Unterlagen ausgefüllt werden", erklärte Teamleitungsmitglied Michael Evers.

Das heißt aber nicht etwa, dass die Stadt Schwerin oder das Land Mecklenburg-Vorpommern in irgendeiner Weise bares Geld für den Schweriner SC locker machen. "Es geht nur darum, dass beide uns helfen, Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen herzustellen", so Evers weiter, der anfügte: "Wir haben jetzt gut vier Monate Zeit, das fehlende Geld noch zusammenzubekommen." Die Rede ist laut Teamleitung von einer Summe in Höhe "eines mittleren fünfstelligen Betrages", die noch benötigt wird, um nicht wieder Miese einzufahren. Vergangene Saison fehlten rund 70 000 Euro im Etat.

Aber auch sportlich bedeutet die Champions League erneut einen gewaltigen Brocken. In der vergangenen Saison verlor man alle sechs Vorrundenspiele gegen die Schwergewichte vom RC Cannes, Villa Cortese und Eczazibasi Istanbul. Auch die beiden folgenden Partien im CEV-Pokal gingen gegen Busto Arsizio verloren. "Die Mannschaft hat aus diesen Vergleichen dazu gelernt, sie ist ja nicht hoffnungslos untergegangen. Wir hoffen allerdings, dass wir nächste Saison dann das ein oder andere Spiel gewinnen können", so Michael Evers.

Die SSC-Damen haben sich aber in der Königsklasse die nötige Härte für den nationalen Endspurt mit dem Gewinn des DVV-Pokals und der Meisterschaft geholt.

Alle startberechtigten Teams melden für EC

Neben dem SSC hat auch Männer-Meister Berlin Recycling Volleys für die Champions League gemeldet. Außerdem hoffen Vize Generali Haching und Pokalsieger VfB Friedrichshafen bei den Männern und Vizemeister Dresdner SC bei den Frauen auf eine Wildcard in der Eliteliga.

Sollte dem Antrag nicht stattgegeben werden, geht der DSC im CEV-Cup an den Start. Der zweite Startplatz in diesem Wettbewerb steht den Roten Raben Vilsbiburg zu. Im Challenge Cup gehen der USC Münster und VT Aurubis Hamburg an den Start.

Sollten die Anträge bei den Männern nicht berücksichtigt werden, startet Friedrichshafen als Pokalsieger im CEV-Cup, Haching im Challenge Cup. Komplettiert wird das Männerquartett der DVL durch den Moerser SC im Challenge Cup.

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