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SSC-Volleyballerinnen mit Kampfansage : "Wir spielen nächste Woche noch mal hier"

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Die Volleyballerinnen des Schweriner SC schreiben weiter an einem erfolgreichen Kapitel ihrer Titelgeschichte in diesem Jahr. Nun müssen sie im Rückspiel des Play-off-Halbfinales bei den Roten Raben Vilsbiburg antreten.

svz.de von
erstellt am 06.Apr.2012 | 10:09 Uhr

Schwerin | Die Volleyballerinnen des Schweriner SC schreiben weiter an einem erfolgreichen Kapitel ihrer Titelgeschichte in diesem Jahr. Gestern Vormittag machten sie sich auf die lange Reise nach Niederbayern, wo sie heute im Rückspiel des Play-off-Halbfinales bei den Roten Raben Vilsbiburg antreten müssen. Am Donnerstag gab es für den SSC nur eine Video-Einheit. "Trainingszeit ist nicht mehr da", meinte SSC-Trainer Teun Buijs.

Nach dem Pokalsieg vor gut einem Monat steuert seine Mannschaft auch auf Final-Kurs um die deutsche Meisterschaft. Nach dem klaren 3:0 (11, 24, 21) am Mittwoch abend vor 1846 Zuschauern in der Arena gegen die Roten Raben benötigen die SSC-Damen heute einen Sieg in Niederbayern. Ansonsten bleibt ihnen noch die Chance im Golden Set, um ins Finale einzuziehen.

Und bei dieser Konstellation werden Erinnerungen an das Vorjahr wach. Auch da trafen Schwerin und Vilsbiburg im Halbfinale aufeinander. Auch da gewann der SSC als Vorrundendritter zunächst sein Heimspiel, um dann beim Vorrundenzweiten Vilsbiburg klar die Oberhand zu behalten. Aber es sind sich alle bewusst: "Am Samstag in Vilsbiburg wird es ein ganz schweres Spiel. Da werden 2000 Leute gegen uns sein. Da werden wir dann alleine dastehen", wusste Teun Buijs schon nach dem Hinspiel und richtete seine Worte an die Fans: "Danke an das Publikum. Ihr habt uns heute sehr geholfen."

Und eben einen solchen Hexenkessel erwartet die Schwerinerinnen heute auch in der Ballsporthalle. Denn Raben-Trainer Guillermo Gallardo kündigte an: "Es gibt noch ein Spiel. Da werden wir mit unserem Publikum im Rücken aggressiver spielen."

Allerdings liegt der Druck wesentlich mehr auf den heutigen Gastgeberinnen. Die SSC-Damen können die Sache gelassener im Wissen ihrer Stärke angehen. Auch mental. Nichts kann sie derzeit aus der Ruhe bringen. Selbst am Mittwochabend, als sie im dritten Satz mit 6:11 hinten lagen, spielten sie ohne Hektik weiter. "Wir sind eigentlich immer total entspannt - egal wie es steht", meinte SSC-Kapitän Julia Retzlaff mit einem Lächeln.

"Wir haben heute voll konzentriert gespielt. In Vilsbiburg wird es sicher noch einmal schwer. Aber wir spielen nächste Woche noch mal hier", verkündete Diagonalangreiferin Patricia Thormann voller Selbstvertrauen. Und das muss riesig sein, die 31-Jährige lässt sich eigentlich in ihrer bescheidenen Art zu so einer Aussage nicht hinreißen. "Paty" zeigte einmal mehr, wie wichtig sie für das Spiel der SSC-Damen ist und wurde zurecht von Gallardo als beste SSC-Akteurin ausgezeichnet. Wenn sie und ihre Teamkolleginnen heute ihr Potenzial abrufen können, erleben wir den Titelverteidiger nächste Woche in einer Final-Partie noch in der Arena.

Doch soweit ist es noch nicht. "Die kommen am Samstag wieder zurück", ist sich Teun Buijs bewusst. Doch wenn der SSC wieder so hervorragend aufschlägt, knallhart im Angriff agiert und die Raben mit ihren eigenen Waffen schlägt - sprich einer hervorragenden Feldabwehr - dann sollte das Finalticket gebucht werden.

Dresdner SC heute mit Heim-Vorteil

Es läuft vieles auf das Vorjahresfinale hinaus. Denn im zweiten Halbfinale liegen die Vorteile heute klar beim Dresdner SC. Die Sachsen gewannen beim USC Münster nach einer hart umkämpften Partie mit 3:2 (23, -22, 18, -19, 20). In heimischer Halle dürfte der amtierende Vize-Meister vom USC schwer zu schlagen sein.

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