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FC Hansa Rostock : "Wir müssen uns zerreißen"

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Entpuppt sich Trainer Wolf als Pokalschreck? Eine Überraschung gegen den 1. FC Kaiserslautern würde wie Balsam auf die zuletzt arg geschundene Hansa-Seele wirken. Besonders eine Partie hat er noch bestens in Erinnerung.

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2012 | 10:09 Uhr

Rostock | Denkt Wolfgang Wolf an den DFB-Pokal, dann blüht der Chefcoach des FC Hansa richtig auf: "Also, als Spieler kann ich mich jetzt nicht mehr daran erinnern", grinst er in die Runde, "aber als Trainer bleibt mir natürlich die Partie gegen Dortmund in Erinnerung."

Wolf meint damit seinen Coup mit den Offenbacher Kickers, die in der Saison 2010/11 in der zweiten Hauptrunde den späteren Deutschen Meister mit 4:2 nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb warfen. "Da habe ich gesehen, dass im Pokal alles möglich ist. Du musst dich zerreißen und um jeden Quadratzentimeter kämpfen", glaubt der Trainer das Erfolgsrezept für eine Sensation zu kennen.

"Wenn er niest, tut es ihm richtig weh"

Entpuppt sich Wolf etwa als Pokalschreck? Eine erneute Überraschung, diesmal gegen den 1. FC Kaiserslautern, würde zu diesem Zeitpunkt wie Balsam auf die zuletzt arg geschundene Hansa-Seele wirken.

Dem entsprechend lässt der Trainer keine Zweifel daran, dem Erstliga-Absteiger die Stirn zu bieten. "Der FCK besitzt mit Bunjaku und Idrissou einen erstligareifen Sturm. Darauf müssen wir uns einstellen und die Räume eng machen. Wir müssen an uns glauben, mit Leidenschaft und ohne Angst auftreten. Je länger wir das Spiel offen halten, desto größer sind unsere Chancen."

Mit welchem Aufgebot die Ostseestädter den Pokal-Coup in Angriff nehmen wollen, war bis gestern nebulöser denn je: Matthias Holst plagen noch immer Bauchmuskelprobleme. "Wenn er niest, tut es ihm richtig weh", sagte Wolf. Zwar sei denkbar, dass der Abwehrchef fit gespritzt werde, "aber im Hinblick auf die bevorstehende englische Woche will ich kein Risiko eingehen." Für ihn könnten Stephan Gusche oder wie gegen Babelsberg (4:1) Sebastian Pelzer in die Innenverteidigung rücken.

Dagegen scheint die Einsatzfähigkeit der zuletzt angeschlagenen Blum, Jordanov und Smetana sicher. Wolf: "Sie werden es probieren." Definitiv passen muss Torhüter Jörg Hahnel, der sich Donnerstag im Training nach einem Zusammenprall am Rücken verletzte. Für ihn wird Brinkies, der trotz Rot-Sperre bei der "Zweiten" für den Pokal spielberechtigt ist, auf der Bank absichern.

Trotz dieser und anderer Personalprobleme lässt sich Wolf die Vorfreude auf den Pokalhit gegen seinen Ex-Club vom Betzenberg (als Spieler und als Trainer) nicht verderben: "Ich bin schon zu lange weg, kenne aber noch viele Leute da. Wir sollten uns alle auf dieses Spiel freuen."

  • Bis zu 10 000 Zuschauer zum Pokalhit: Der FC Hansa erwartet morgen zwischen 8000 und 10 000 Zuschauer, „Tendenz steigend“, wie Pressesprecher Lorenz Kubitz mitteilte.
  • Schiedsrichter Florian Steuer: Die Partie wird von Schiedsrichter Florian Steuer geleitet. Der 32-jährige Bankkaufmann vom BSV Lendringsen (Sauerland) vertritt den Westfälischen Fußballverband und kann seit 2008 auf 32 Spiele in der 2. Bundesliga verweisen.
  • Tickets an den Stadionkassen: Tickets für den Pokalhit gegen den 1. FC Kaiserslautern gibt es noch heute an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie morgen ab 10 Uhr an den Stadionkassen (dann gegen Vorlage des unten stehenden Coupons mit fünf Euro Rabatt auf den Eintrittspreis).



  • Sonderzug zum Spiel in Darmstadt: Zum Auswärtsspiel am 26. August beim SV Darmstadt 98 organisiert die Fanszene Rostock e. V. einen Sonderzug. Abfahrt ist Sonntagnacht um 1.12 Uhr in Rostock. Kartenverkauf im Internet unter www.fanszene-rostock.de oder im Geschäft „Brennpunkt“ in Rostock (Am Brink, Doberaner Platz).

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