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Trotz Sieg gegen Aachen findet SSC nicht seine Form : "Wir müssen uns deutlich steigern"

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Enttäuschung machte sich unter den 1035 Fans am Sonnabend in der Arena am Lambrechtsgrund breit. Und auch die Volleyballerinnen des Schweriner SC waren alles andere als glücklich. Hauptsache gewonnen!

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erstellt am 21.Mär.2011 | 06:56 Uhr

Schwerin | Enttäuschung machte sich unter den 1035 Fans am Sonnabend in der Arena am Lambrechtsgrund breit. Und auch die Volleyballerinnen des Schweriner SC waren alles andere als glücklich. Hauptsache gewonnen! So einfach muss man den 3:1 (-21, 17, 20, 24)-Erfolg des Mitfavoriten auf die Meisterschaft gegen Alemannia Aachen zusammenfassen. Seit dem begeisternden Auftritt trotz Niederlage im Viertelfinal-Rückspiel des Challenge Cups gegen Lokomotive Baku bringen die Mecklenburgerinnen nicht mehr allzuviel zustande. Seit dem gewannen sie zwar gegen Erfurt, beim VCO Berlin und jetzt gegen Aachen, aber dennoch blieben gegen die vermeintlich leichten Gegner in allen drei Partien weit unter ihrem Leistungsvermögen.

Das einzige was man den SSC-Volleyballerinnen gegen Alemannia Aachen zugute halten kann, war, dass sie sich immer wieder zurückgekämpft haben. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir 3:1 besser waren. Wir müssen uns deutlich steigern und mehr Qualität zeigen. Da muss man sich fragen, wo einige Spielerinnen mit dem Kopf waren. Das kannst du nicht machen", so die klaren Worte von SSC-Trainer Tore Aleksandersen. Er hielt seinem Team vor großem Publikum in der Halle während der Pressekonferenz die Statistik vor: 17 Aufschlag- und 31 Angriffsfehler! Einfach unterirdisch. Der Norweger wollte auch nicht die vielen Krankheits- und Verletzungssorgen ins Feld führen - zehn Spielerinnen sind derzeit beim SSC nicht hundertprozentig fit. "Das kannst du einmal machen, aber nicht immer." Aachen reiste auch nur mit acht Akteurinnen an, hatte nur eine Wechselmöglichkeit. Oder auch Dresden - da fallen mit Mareen Apitz und Stephanie Kes t ner zwei Stammspielerinnn aus und der DSC hatte vor ein paar Tagen klar mit 3:0 in Aachen gewonnen.

Bei den Schwerinerinnen lief von Anfang an gegen die Alemannia in allen Bereichen nicht viel zusammen. Bis zum 15:15 konnten sie aber den ersten Satz ausgeglichen gestalten. Doch Fehler in der Annahme und im Angriff ließen die Gäste drei Punkte in Folge machen. Von da an war es um die Aleksandersen-Schützlinge geschehen, zumal Aachen auch sehr gut wie im gesamten Spiel im Block stand.

In Abschnitt zwei steigerte sich der SSC leicht. Tore Aleksandersen hatte ausgewechselt. Für Mittelblockerin Berit Kauffeldt schickte er Anja Brandt und für Kapitän Julia Retzlaff auf Außen Vendula Adlerova aufs Feld. Aachen allerdings ließ jetzt auch etwas nach. Über 14:10 und 20:16 holte beim 23:17 Diagonalspielerin Patricia Thormann den ersten Satzball heraus. Den verwandelte Außenangreiferin Mira Topic, die mit 23 Punkten eifrigste Punktesammelerin war und somit auch von Alemannia-Coach Stefan Falter als beste SSC-Spielerin ausgezeichnet wurde.

Doch der Satzgewinn brachte keineswegs die nötige Sicherheit. Schnell lagen die Gastgeberinnen mit 4:9 hinten. Aber Aachen konnte dieses Niveau nicht halten und agierte mit der fehlenden Cleverness. Der SSC kämpfte sich zurück: 10:10. Es blieb weiter ein schwaches Spiel. Der SSC lag dann 10:14 hinten. Doch irgendwie rangen sich die Schwerinerinnen durch. Mit Ach und Krach und viel Glück brachten sie diesen Satz dann doch noch nach Hause.

Im vierten Durchgang blieb es bis zum Ende verdammt eng, Fehler auf beiden Seiten bestimmten das Geschehen. Beim 24:24 hatte dann Mira Topic ein Erbarmen mit dem Publikum und machte in Folge die zwei noch benötigten Sieg-Punkte.

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