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FC Hansa Rostock : Wir haben die Talsohle durchschritten

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Am Sonnabend ist der Drittligist im brisanten Ost-Duell bei RB Leipzig gefordert, am Sonntag steht die Mitgliederversammlung an. Vorstands-Chef Michael Dahlmann gibt vorher unserer Zeitung ein exklusives Interview.

svz.de von
erstellt am 18.Nov.2013 | 10:19 Uhr

Rostock | Erst das brisante Ost-Duell, dann die richtungweisende Mitgliederversammlung: Dem FC Hansa steht erneut ein turbulentes Wochenende bevor. Während das Drittliga-Team am Sonnabend bei RB Leipzig Farbe bekennen muss, legen am Sonntag Vorstand und Aufsichtsrat des Traditionsclubs Rechenschaft ab. Vorab zieht Vorstands-Chef Michael Dahlmann im NNN-Interview mit Oliver Kramer ein positives Fazit seiner neunmonatigen Amtszeit. Er ist überzeugt, dass die finanzielle Talsohle durchschritten ist.

Herr Dahlmann, am Sonnabend ist Hansa beim starken Neuling in Leipzig gefordert. Kribbelt es schon?

Ich erwarte ein attraktives Spiel und einen überzeugenden Auftritt unserer Mannschaft für unsere zahlreichen Fans, die die Auswärtsfahrt antreten werden. Ich hoffe am Ende des Tages auf drei Punkte für Hansa. Mein Tipp: 1:2.

Einen Tag später müssen Sie bei der Mitgliederversammlung des Vereins Rechenschaft ablegen. Welche Erwartungen haben Sie an die Sitzung?

Ich erwarte reges Interesse, schließlich werden am Sonntag wichtige Themen besprochen und die Marschroute des FC Hansa erläutert. So auch unser Konsolidierungskurs. Ich freue mich auf konstruktive sowie zielführende Debatten mit und unter unseren Mitgliedern. Ich möchte, dass sie verstehen, warum wir diesen Weg einschlagen. Auch wenn wir schon viel erreicht haben, sind wir noch lange nicht am Ziel. Das können wir nur gemeinsam schaffen. Deshalb ist es mein Wunsch, dass jedem aus der Hansa-Familie nach diesem Tag klar ist, dass wir alle an einem Strang ziehen müssen.

Rechnen Sie mit Gegenwind?

Selbstverständlich werden nicht alle Mitglieder vom momentanen Kurs überzeugt sein und auch kritische Fragen oder Anmerkungen haben. Das finde ich aber auch gut. Das zeigt, dass der Verein lebt. Und jeder kann bei uns seine Meinung äußern. Dies ist auch elementar, um den Verein voranzubringen.

Können Sie dann auch vermelden, dass der FC Hansa im Zuge des Nachlizenzierungsverfahrens des DFB mit keinem Punktabzug belangt wird?

Wir arbeiten weiter fieberhaft an einer Lösung. Entwarnung werde ich aber erst geben können, wenn eine Lösung definitiv in trockenen Tüchern ist. Momentan habe ich Hoffnung, aber es ist noch nichts entschieden.

Ist Ihre bisherige Amtszeit nach Ihren Vorstellungen verlaufen?

Ich bin nun neun Monate an Bord der Kogge und wusste, dass es eine große Herausforderung wird und nicht alles so läuft wie geplant. Genau das macht aber auch den Reiz dieser Aufgabe aus. Sicher haben wir auch einige Nackenschläge wegstecken müssen, die uns in dem Moment zurückgeworfen haben. Nach meinem Eindruck sind wir allerdings als Hansa-Familie daran gewachsen und gestärkt daraus hervorgegangen.

Was stimmt Sie optimistisch, dass die künftige sportliche und wirtschaftliche Entwicklung positiv verläuft?

Wir haben zumindest finanziell die Talsohle durchschritten und mit dem Konsolidierungskurs die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Sanierung des Vereins schreitet voran, und ich bin zuversichtlich, dass wir damit Erfolg haben werden. Die Basis für alles andere ist und bleibt aber der sportliche Erfolg.

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