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17. August 2017 | 13:39 Uhr

Wie nun weiter mit Sebastian Zbik?

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Schwerin | Für Box-Weltmeister Sebastian Zbik (Universum Hamburg) ist mit der Ausbootung als Pflichther ausforderer von WBC-Mittelgewichts-Weltmeister Sergio Martinez (Argentinien) ein großer Traum vorerst geplatzt, wie wir bereits gestern berichteten. Doch während nunmehr der Mexikaner Julio Cesar Chavez Jr. den Zbik vom World Boxing Council (WBC) bereits im Frühjahr fest versprochenen Kampf erhält, richten sich die Blicke beim WBC-Interimsweltmeister aus Schwerin bereits wieder nach vorn. Sauer ist er aber verständlicherweise immer noch.

Denn nach den neuesten Entwicklungen wäre der 28-Jährige frühestens Mitte nächsten Jahres an der Reihe, sein ihm seit langem zustehendes Herausforderungsrecht wahrzunehmen. "Das ist absolut inakzeptabel für mich. Ich habe mir das Recht im Ring erstritten und will das auch endlich bekommen", forderte der Schützling von Trainer Artur Grigorian.

Der in seinen 30 Profi-Kämpfen ungeschlagene Sebastian Zbik ist seit dem 11. Juli vergangenen Jahres nach einem Sieg über den Italiener Domenico Spada Interims-Weltmeister des WBC. Den Titel hat er seither dreimal erfolgreich verteidigt, zuletzt am 31. Juli in Hamburg gegen den Argentinier Jorge Sebastian Heiland.

Nach Zbiks Titelgewinn im Juli 2009 auf dem Nürburgring hatte sich schon der damalige offizielle WBC-Weltmeister Kelly Pavlik (USA) beharrlich geweigert, dem Schweriner das daraus resultierende Herausforderungsrecht zu gewähren. Pavlik verlor den Titel dann im April völlig überraschend gegen den bereits 35 Jahre alten Argentinier.

Martinez sollte nunmehr noch in diesem Jahr gegen Zbik boxen, ehe der WBC seine Entscheidung zugunsten des 24 Jahre alten Sohnes der mexikanischen Box-Legende Julio Cesar Chavez, der zwischen 1984 und 1994 sechsmal Weltmeister in drei verschiedenen Gewichtsklassen war, änderte.

Wie es für Zbik nun weitergeht, ist offen. "Ich muss diese für mich völlig unverständliche Entscheidung erst verarbeiten", sagte der WBC-Champion, der derzeit im Urlaub weilt. Sofort würde er aber gegen WBA-Weltmeister Felix Sturm antreten, dessen erfolgreiche Titelverteidigung er am Samstag aufmerksam im Fernsehen verfolgt hatte. "Ich bin bereit. Das wäre eine WM auf einem boxerischen Niveau, wie man es hierzulande von zwei deutschen Boxern lange, lange nicht gesehen hat", meinte Zbik.

Aber auch das lange herausgeschobene Duell gegen Pavlik scheint nunmehr durchaus zu einem Thema werden zu können. Der Amerikaner, der lange Zeit als unbesiegbar galt, hat sein Comeback für den 13. November angekündigt. Kelly Pavlik will in Dallas am Rande des Megakampfes zwischen dem legendären Philippino Manny Pacquiao und Antonio Margarito (Mexiko) in einer 70 000 Zuschauer fassenden Arena einen Rahmenkampf bestreiten. Pavliks Management hat Zbik als einen möglichen Comeback-Kandidaten ganz oben auf dem Wunschzettel. "Davon habe ich noch nichts gehört und mich deshalb auch noch nicht damit beschäftigt", sagte der Schweriner.

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erstellt am 07.Sep.2010 | 07:29 Uhr

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