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Schweriner Marc Schröder im kolumbianischen Cali : Weltcup-Premiere für Bahnrad-Sprinter

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Wenn am Donnerstag im kolumbianischen Cali die Weltcup-Saison der Bahnrad-Asse startet, werden für den BDR nicht die Etablierten an den Start gehen, sondern die Youngster. Unter ihnen: Marc Schröder aus Schwerin.

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erstellt am 09.Okt.2012 | 08:05 Uhr

Schwerin | Wenn am Donnerstag (Ortszeit) im kolumbianischen Cali die Weltcup-Saison der Bahnrad-Asse startet, werden für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nicht die Etablierten an den Start gehen, sondern die Youngster. "Zum Auftakt in Cali konzentrieren wir uns voll auf die jungen Rennfahrer", sagte Bundestrainer Detlef Uibel, der selbst in Südamerika nicht dabei ist. Er wird durch Frank Ziegler vertreten. Die Teamsprint-Bronze-Gewinner von den Olympischen Spielen in London, Rene Enders (Erfurt), Robert Förstemann (Gera) und Maximilian Levy (Cottbus), machen eine Wettkampfpause bzw. befinden sich erst im Formaufbau. Mecklenburgs Aushängeschild, der sechsfache Weltmeister Stefan Nimke, konzentriert sich nach seinem bitteren Olympia-Aus auf seine Polizeimeister-Ausbildung.

Bei den jungen Rennfahrern handelt es sich zum einen um den Schweriner Marc Schröder. Für den 21-Jährigen vom Track Cycling Team Mecklenburg-Vorpommern ist es die Premiere im Weltcup. Seit dem 30. September ist der Schützling von Trainer Ronald Grimm mit seinen BDR-Kollegen Eric Engler und Philipp Thiele (bd. Cottbus) bereits in Cali. "Marc hat mir mitgeteilt, dass alles gut ist", sagte uns Ronald Grimm.

Marc Schröder wird im Teamsprint hinter Anfahrer Thiele und Engler auf Position drei fahren. "Eigentlich ist Engler der 1000-Meter-Mann und müsste so auf drei fahren. Aber da am gleichen Tag noch die 1000 Meter in Cali gefahren werden, will man ihn ein bisschen schonen", so der Trainer weiter. Macht ja auch Sinn und Marc kann auch auf der letzten Position fahren. "Was raus kommt, muss man im Teamsprint sehen. Die UCI (der Radsport-Weltverband - d. A.) hat den Wechselkorridor von 30 auf 15 Metern verkürzt. Das heißt, du kommst mit rund 70 km/h an und hast 0,5 oder 0,6 Sekunden Zeit für den Wechsel. Das muss man erst einmal hinbekommen", meint der erfahrene Coach.

Grimm weiß auch über seinen Schützling Marc Schröder, dass "er sicherlich nicht in Höchstform antreten wird. Man muss sehen, dass er das Radtraining im Moment wieder parallel zu seiner Polizeiausbildung absolviert." Doch gibt er für den 21-Jährigen im Keirin am Freitag das Finale als Marschroute aus. Marc hatte bei der U23-EM im portugiesischen Anadia Bronze in dieser Disziplin gewonnen. Und ob Schröder am Sonnabend noch im Sprint startet, entscheidet sich kurzfristig. "Marc ist zwar in der Qualifikation nicht so gut, da ist Engler besser. Aber Marc hat gegenüber Engler ein besseres Sprint-Verhalten, also in der Taktik beim Kampf Mann gegen Mann", ist sich Grimm sicher.

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