Winstongolf richtet Turnier der European Senior Tour aus : Weltbeste Golfer kommen nach Vorbeck

<p>Startzusage perfekt gemacht: Bernhard Langer (2. v. l.) mit Stefanie Merchel (Winstongolf), Mark Hopman, (Geschäftsführer OrangeLink, Veranstalter der Pon Senior Open) und Julia Berner (OrangeLink).</p>

Startzusage perfekt gemacht: Bernhard Langer (2. v. l.) mit Stefanie Merchel (Winstongolf), Mark Hopman, (Geschäftsführer OrangeLink, Veranstalter der Pon Senior Open) und Julia Berner (OrangeLink).

Auf dem Gelände von Winstongolf in Vorbeck wird Anfang September das Turnier der European Senior Tour ausgetragen. Einer der bekanntesten Starter ist Master-Sieger Bernhard Langer.

svz.de von
19. Juli 2012, 11:13 Uhr

Schwerin | "Für mich erfüllt sich ein Kindheitstraum!" Mark Hopmann, Geschäftsführer der Veranstaltungs-Agentur OrangeLink mit Sitz in Kaarz bei Brüel, ist sichtlich stolz. Gestern konnte er im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit auch den Grund dafür vorstellen: Vom 7. bis 9. September präsentiert sein Team auf dem Gelände von Winstongolf in Vorbeck erstmals - und auch in den beiden kommenden Jahren - ein Turnier der European Senior Tour. Dabei wetteifern 72 Weltklasse-Golfer der 80er und 90er Jahre in drei Runden um insgesamt 400 000 Euro Preisgeld - im Rahmen der insgesamt 17 Stationen umfassenden Serie in Europa, den USA, Taiwan und auf Mauritius immerhin der dritthöchste Betra, der verteilt wird. Genausoviel gab es bei der zweiten deutschen Station, dem Berenberg Bank Masters München. Mehr gibt es für die "gesetzteren" Herren - das Mindestalter für die Teilnahme an dieser Serie ist 50 - nur bei den Senior Open Turnberry in Schottland und bei den US Senior Open Lake Orion, Michigan, USA, zu verdienen.

Einer, der es auf die Siegprämie von 60 000 Euro abgesehen hat, ist auch den weniger Golf-Interessierten hierzulande bekannt: Bernhard Langer. Der heute 55-Jährige aus Anhausen wurde Mitte der 70er Jahre Profi und machte den Golfsport in Deutschland um einiges populärer. 1985 und 1993 gewann der gebürtige Bayer das Masters in Augusta/Georgia, das wohl wichtigste Golf-Turnier der Welt. "Es war ein bewegender Moment für mich, als Bernhard Langer mir bei einem Treffen vor zwei Wochen die Hand gab und seine Teilnahme bei unserem Turnier zusagte", schwärmt Hopmann weiter. Langer ist neben vielen anderen Größen ("Wir werden das Beste des Senioren-Golfs und die europaweit namhaftesten Sportler der letzten 20, 30 Jahre hier erleben", meint Bruder Erwin Langer von der gleichnamigen Sportmarketing-Agentur.) das Zugpferd für die Veranstaltung, die laut Hopmann "Leute aus dem Großraum von Hamburg bis Berlin" anlocken soll. Auf rund 3500 Zuschauer hoffen die Verantwortlichen über die drei Tage, wozu neben einer moderaten Preisgestaltung - das Drei-Tages-Ticket kostet im Vorverkauf 18 Euro - auch ein umfangreiches Rahmenprogramm rund um das Clubhaus beitragen soll.

Für ambitionierte Golfer aus der Region gibt es einen zusätzlichen Knüller: Wer ein entsprechendes Handicap aufweisen kann und 1000 Euro für einen oder 1500 für zwei Tage aufbringen möchte, kann am Freitag und/oder Sonnabend gemeinsam mit einem Profi eine Runde spielen. Während Letzterer sein Ergebnis mitnimmt in die Finalrunde am Sonntag - dort sind nur noch die 72 Ranglistenspieler startberechtigt -, wo dann die Preisgelder vergeben werden, kann sich der Amateur einen Ehrenpreis sichern.

Aber bis es soweit ist, bleibt noch einiges zu tun. "Die Verantwortlichen der Serie haben mehrere Dinge angeregt, die in den kommenden sechs Wochen zu verbessern sind", berichtet Winstongolf-Direktorin Jenny Elshout. Da ist vor allem die rund 30-köpfige Truppe, die für die Platzpflege zuständig ist, gefragt. Die kurzgeschnittenen Grüns, also die Flächen, auf denen sich der Sportler dem Loch nähert, müssen noch ebener sein als sie es für den "Normalgolfer" ohnehin schon sind. Die Spielwege - bei Winston immerhin vom ersten Meisterschafts-Abschlag bis zum 18. Loch 6254 Meter - müssen noch einer besonderen Pflege unterzogen werden, bis sie höchsten professionellen Ansprüchen genügen, und, und, und…

Wenn all das erledigt ist und das Turnier endlich läuft, erhofft sich nicht nur Namensgeberin Fanja Pon einen enormen Werbeeffekt für die Region. Auch Rüdiger Born, Präsident des Landes-Golfverbandes, erhofft sich einen weiteren Schub: "Wir haben im Land derzeit 13 500 organisierte Golfer und hoffen, bis zum Jahresende auf 15 000 zu kommen. Wenn man dann bedenkt, dass nur 55 Prozent davon auch hier wohnen, kann man ermessen, was für ein Wirtschaftsfaktor dieser Sport ist."

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