Weiter Schritt für Schritt nach vorn

<strong>Der gebürtige Cottbuser Daniel Becker</strong> will sich nach zwei Jahren im Regionalliga-Team des FC Hansa nun auch bei den Rostocker Profis durchsetzen. <foto>Klaus Feuerherm</foto>
Der gebürtige Cottbuser Daniel Becker will sich nach zwei Jahren im Regionalliga-Team des FC Hansa nun auch bei den Rostocker Profis durchsetzen. Klaus Feuerherm

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08. Juli 2010, 09:31 Uhr

Rostock | Ein Lausitzer heuert auf der Kogge an: Mit Daniel Becker hat ein gebürtiger Cottbuser den Sprung ins Profiteam des FC Hansa Rostock geschafft. In den vergangenen beiden Jahren kickte der 23-Jährige in der Reserve der Ostseestädter. "Zunächst möchte ich mich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dann versuche ich in den 18er-Kader zu kommen, um anschließend an der Stammelf zu schnuppern", umreißt der Mittelfeldmann unaufgeregt und realistisch seine Ziele für die kommende Saison. Derzeit sieht er sich als Wechselspieler. Seine Stärken liegen eindeutig in der Offensive. "Ich bin ein Kreativmann und weiß, dass ich defensiv meine Schwächen habe. Daran muss ich arbeiten", so Becker, der sich für die linke Mittelfeldseite empfehlen muss. "Ich kann auch als ,Zehner auflaufen, aber diese Position wird es bei uns mit zwei ,Sechsern wohl nicht geben."

Bis zur B-Jugend beim FC Energie Cottbus

Im Alter von fünf Jahren begann Daniel in Cottbus mit dem Fußball. Bis zu den B-Junioren kickte er beim FC Energie, ehe man ihn dort nicht mehr wollte. Er wechselte zu Viktoria Cottbus, ehe er bei Blau-Weiß Laubsdorf in der Verbandsliga Brandenburg auflief. Anschließend verschlug es ihn nach Mecklenburg-Vorpommern. "Meine Mutter wohnt in Güstrow, und ich habe dann in Rostock meinen Zivildienst gemacht. Gleich nach der Schule bin ich hoch", berichtet der 1,71-Meter-Mann. Fußballerisch ging es für ihn seitdem nur noch bergauf. Mit dem FSV Bentwisch stieg der Offensivmann 2007/08 von der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern in die Oberliga Nordost/Nord auf. Becker war mit 22 Treffern maßgeblich am größten Erfolg in der Vereinsgeschichte der Rand-Rostocker beteiligt, verließ den Club jedoch in Richtung Hansa. Im Probetraining bei der Reserve-Truppe wusste er zu überzeugen und lief in den vergangenen beiden Jahren in der Regionalliga Nord auf. 2008/09 noch Ergänzungsspieler (bei 27 Einsätzen insgesamt 16-mal eingewechselt), schaffte er in der zurückliegenden Saison den Durchbruch zur Stammkraft (bei 23 von 27 Einsätzen stand er in der Start-Elf). "Ich benötige immer etwas Zeit, um mich reinzufinden. Vielleicht geht es diesmal ein bisschen schneller. Mein Vertrag läuft noch ein Jahr. Hansa hat aber eine Option. Ich hoffe, dass ich dann weitermachen darf", so Daniel Becker.

Mit dem Verlauf seiner Karriere ist er bislang recht zufrieden: "Ich bin jetzt zwar schon 23, aber zuletzt ging es stets in die richtige Richtung. So habe ich es mir eigentlich vorgestellt. Jetzt hoffe ich, dass es natürlich so weitergeht. Dennoch muss einem immer bewusst sein, dass es schnell nach oben, aber auch genauso schnell wieder nach unten führen kann. Doch da möchte ich nie wieder hin."

Gleichen Weg einschlagen wie Jänicke oder Pannewitz

Wie man sich bei den Profis schnell zurechtfindet, zeigten im Vorjahr Tobias Jänicke oder Kevin Pannewitz. Beide Youngster sind mittlerweile feste Bestandteile des Kaders. Für Becker Grund genug, von ihnen zu lernen. "Es ist doch super, wie sie es gemacht haben. Und natürlich tauschen wir uns aus. So muss es bei mir auch gehen. Aber das funktioniert nur, wenn ich mich im Training mit starken Leistungen anbiete", weiß der Kicker.

Mittlerweile hat er sich auch an die höheren Belastungen gewöhnt. "Wir sind nun in der vierten Woche. Jetzt ist es okay. Die ersten beiden waren aber schon richtig hart. Es geht selbst in den Einheiten viel schneller und intensiver zur Sache. Vor allem gibt es wesentlich mehr Zweikämpfe", berichtet Becker.

In der Truppe wurde er gut aufgenommen: "Ein Vorteil war, dass ich einige Jungs schon aus der zweiten Mannschaft kannte. Zudem kamen insgesamt viele neue Spieler hinzu. Da müssen sich alle erst einmal reinfinden und kennenlernen. Das ist schon ein bisschen anders, als wenn man irgendwo alleine zu einem Verein kommt."


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