"Was vom Hauptsponsor fehlt, ist ersetzt"

'Retter-T-Shirt': Post-Manager Norbert Henke übergab während des Benefizspiels eines an THW-Trainer Alfred Gislason (r.).Dietmar Albrecht
"Retter-T-Shirt": Post-Manager Norbert Henke übergab während des Benefizspiels eines an THW-Trainer Alfred Gislason (r.).Dietmar Albrecht

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09. April 2010, 09:17 Uhr

Schwerin | 3510 begeisterte Zuschauer waren am Donnerstagabend Augenzeuge des Benefizvergleichs zwischen dem Handball-Zweitligisten Post Schwerin sowie dem Starensemble des THW Kiel, das zum "Retter-Spiel" für null Euro bei den finanziell klammen Mecklenburgern antrat. Am Tag danach zog Post-Geschäftsführer Norbert Henke ein Fazit im Gespräch mit Roland Güttler.

Im Vorfeld sprachen Sie die Hoffnung aus, dass der SV Post nach dem durch die Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow angeregten "Retter-Spiel" gegen den THW Kiel "übern Berg ist", was die laufende Spielzeit betrifft. Wie fällt die Bilanz aus?

Norbert Henke: Es sind all unsere Hoffnungen aufgegangen, all die Mühen haben sich gelohnt. Ich bin sehr froh über die breite Unterstützung der Zuschauer, Sponsoren etc.Vielen Dank an alle, das war eine tolle Stimmung, ein würdiger Rahmen in der Halle.

Wie weit ist das Etatloch - im Raum standen ca. 90 000 Euro - jetzt gedeckelt? Es ist von einer Einnahme deutlich über 50 000 Euro die Rede?

Ich möchte über die Zahl der Einnahmehöhe nicht reden. Nur so viel: Was uns vom weiterhin nicht vorhandenen Hauptsponsor fehlt, ist ersetzt! Was nicht bedeutet, dass wir uns jetzt etwa entspannt zurücklehnen können, wir müssen da hart am Ball bleiben.

Die Gelder beim "Retter-Spiel" kamen aus den Eintrittskarten, der extra verkauften Bandenwerbung, den VIP-Einnahmen. Zudem hatten wir die Halle für das Benefizspiel mietfrei. Auf alle Fälle möchte ich dem THW Kiel nochmals ein riesengroßes Dankeschön zollen. Ich finde die sofortige Zusage bei unserer Anfrage und den Auftritt der "Zebras" hier einfach unglaublich. Sie haben sogar unser Essen abgelehnt, das man dem Gast normalerweise für die Rückfahrt in den Bus stellt.

Der Etat von Post Schwerin in der laufenden Saison beläuft sich in etwa auf 800 000 Euro. Wie sieht da die Planung für die kommende Spielzeit aus?

Dies wird eher ein bisschen reduziert…

Die Verträge mit Danny Anclais, Alexander Ladig und dem in der Winterpause gekommenen Valdis Gutmanis laufen zum Saisonende aus. Wie ist da der Stand?

Wir stehen in Gesprächen mit den Spielern. Was Gutmanis betrifft, da sind wir nach allen Seiten offen. Im Augenblick gilt unser Schwerpunkt ganz klar dem Rückraum rechts. Natürlich spielt bei allen Überlegungen die Kassenlage eine Rolle.

Nach dem Highlight kehrt morgen um 17 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger 1. VfL Potsdam wieder der Zweitliga-Alltag ein. Noch stehen sechs Saisonpartien aus, was erwartet da der Manager?

Nach dem Schwartau-Spiel (28:33 - d. A) zuletzt muss die Mannschaft ganz klar auf die Erfolgsspur zurück, um oben dranzubleiben. Doch erst gilt es, den Tabellenachten Potsdam zu bezwingen, der eine nicht so schlechte und vor allem eingespielte Mannschaft hat.

Die Zielstellung Aufstiegsrelegation habe ich sechs Spieltage vor Schluss trotz drei Minuszählern Rückstand auf Emsdetten noch nicht ganz aufgegeben. Zumal der TVE am 21. April noch zu uns kommt und in meinen Augen das schwerere Restprogramm hat.

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