FC Hansa Rostock : "Wandervogel" ist nur noch Mitläufer

<fettakgl>Mitläufer statt Führungsspieler:</fettakgl> Denis Berger (vorne) blieb bei seinen 14 Einsätzen für den FC Hansa oft blass. Nun stehen die Zeichen auf Abschied. <foto>Georg Scharnweber</foto>
Mitläufer statt Führungsspieler: Denis Berger (vorne) blieb bei seinen 14 Einsätzen für den FC Hansa oft blass. Nun stehen die Zeichen auf Abschied. Georg Scharnweber

Vom angekündigten Führungsspieler zum Mitläufer: Hansas Mittelfeldspieler Denis Berger absolvierte eine enttäuschende Hinrunde. Ein Tor, eine Vorlage in 14 Einsätzen - zu wenig! Die Zeichen stehen wohl auf Abschied.

svz.de von
03. Januar 2013, 06:58 Uhr

Rostock | Vom angekündigten Führungsspieler zum Mitläufer: Denis Berger konnte in der Hinrunde die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Der Mittelfeldmann, der im Sommer 2012 vom Zweitligisten VfL Bochum zum FC Hansa wechselte, brachte es bei 21 Partien auf 14 Einsätze und erzielte einen Treffer. "Sicher hatte ich mir mehr erwartet. Als Führungsspieler wollte ich dem Team helfen, dass es um den Aufstieg mitkämpft. Das ist mir nicht gelungen und sehr enttäuschend", ging der 29-Jährige kritisch mit sich ins Gericht.

Dabei verlief der Saisoneinstand für den Österreicher vielversprechend. Beim 2:1-Heimsieg am 1. Spieltag gegen die Stuttgarter Kickers erzielte Berger das zwischenzeitliche 1:1 und bereitete das 2:1 durch Johan Plat vor - sein einziger Lichtblick in dieser Drittliga-Hinrunde. Zwar schenkte ihm Trainer Wolfgang Wolf, der den Flügelspieler aufgrund seiner gemeinsamen erfolgreichen Zeit bei Kickers Offenbach verpflichtet hatte, weiterhin das Vertrauen, dennoch tauchte der Linksfuß zusehends ab. Zu oft ähnelten seine Auftritte denen eines Mitläufers, der bis auf ein paar Flanken und Freistöße nur wenige Offensivakzente setzte.

Unter dem neuen Hansa-Coach Marc Fascher spielte der gebürtige Wiener, der im Oktober aufgrund einer Schulterverletzung mehrere Wochen pausieren musste, nur noch eine Nebenrolle. Er konnte sich auch bei seinen wenigen Einsätzen von Beginn an gegen Karlsruhe (0:3) und in Erfurt (1:1) nicht bewähren. Ensprechend gab der Verein zum Jahreswechsel bekannt, nicht mehr mit Berger zu planen. "Das war für mich schon überraschend, zumal ich noch anderthalb Jahre Vertrag habe. Ich stehe aber da drüber, bin Profi genug, um mit der Situation umzugehen", sagte der "Wandervogel", der bereits bei acht Vereinen als Profi aktiv war. Ob noch in dieser Winterpause der neunte Klub hinzukommt, wollte er nicht bestätigen. Nur soviel: "Wenn, dann würde es mich zurück nach Stuttgart ziehen. Dort sind meine Wurzeln."

Solange Berger beim FC Hansa in Lohn und Brot steht, will er alles für die Mannschaft geben. "Ich will in der Rückrunde zeigen, was ich kann, und mich durchboxen. Im Fußball geht es mitunter ganz schnell", sagte der Routinier. So, als hoffe er seine Führungsrolle zurück zu erlangen.

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