zur Navigation springen

Schweriner Post-Handballer biegen eine schon verlorene Partie noch um : Wahnsinns-Aufholjagd mit Happyend

vom

Was für eine Moral, gegen den ASV Hamm-Westfalen gelang gestern Nachmittag im fünften Anlauf der erste Sieg. Nach 47 Minuten schienen für den SV Post bereits alle Felle davongeschwommen zu sein.

svz.de von
erstellt am 28.Nov.2011 | 10:23 Uhr

Schwerin | Was für eine Moral, gegen den ASV Hamm-Westfalen gelang gestern Nachmittag im fünften Anlauf seit 2008 der erste Sieg. Und was für einer…

Nach 47 Minuten schienen für den SV Post bereits alle Felle davongeschwommen zu sein.

Der lange Hammer Schlacks Thomas Lammers, den der Gastgeber bis dato nicht in den Griff bekommen hatte, netzte zum 24:19 ein. Doch dann passierte es, wie so häufig im Handball. Der ins Tor zurück gewechselte Igor Levshin parierte beim Stand von 21:24 (49.) einen Siebenmeter von ASV-Spielmacher Chen Pommeranz. Und danach ging die Post erst so richtig ab! Treffer von Dinos Chantziaras, Moritz Weltgen und Johannes Prothmann bedeuteten das 24:24. Schwerin wuchs zum 26:24 durch Martin Murawski und Sven Thormann nach. Hamm glich zum 26:26 aus, doch Post-Kapitän Stephan Riediger mit tollem Treffer im Fallen unter die Latte und erneut Chantziaras legten vor. Was für eine Dramatik und vor allem - was für eine Wende!

Die leider nur 1170 Zuschauer in der Sport- und Kongresshalle waren schier aus dem Häuschen. Zwei Tore vor und noch 104 Sekunden auf der Hallenuhr. Hamm gelang noch der Anschluss durch Ersatz-Linkaaußen Thomas Rycharski, doch Thormann machte alles klar zum 30:28-Endstand mit der Schlusssekunde. Danach vollführten die Mecklenburger zum fünften Mal in Folge am Mittelkreis den Heimspiel-Siegertanz, während die ASV-Spieler sich nur ungläubig anschauten, was hier denn abgegangen ist.

Nur noch die Optimisten unter den Post-Fans glaubten daran

An solch eine Wendung glaubten zuvor nur noch die Optimisten. Denn nach dem 6:6 (11.), spielte der Erstliga-Absteiger aus Hamm lange den cleveren Ball. Der ASV führte beim 10:7 (15.) erstmals mit einem Dreier und Post-Trainer Christian Prokop musste seine Truppe per Auszeit wieder einnorden. Im Angriff kam Thormann für Ingo Heinze und im Tor stand bereits seit Minute zwölf Robert Wetzel für Lev shin. Wetzel parierte in kurzer Zeit auch gleich drei Hammer Würfe, doch im Angriff sündigten die Postler weiter. So scheiterte Rechtsaußen Danny Anclais beim Tempogegenstoß am ASV-Keeper Tomas Mrkva.

Schwerin kämpfte sich auf (10:11/23.), um sich wieder unnötig in Zugzwang zu bringen. Doch wenn es am Ende immer so ausgeht, wird der Herzkasper zwischendurch auch in Kauf genommen. "So ist das eben", meinte Danny Anclais kutz und knapp nach dem fünften Heimsieg in Serie der Mecklenburger. Währenddessen war Gäste-Trainer Kay Rothenpieler hörbar bedient: "Schwerin hat die Chance beim Schopf gepackt. Wie waren 45 Minuten lang das bessere Team. Zu den Schiedsrichtern darf ich ja erst in 48 Stunden was sagen." Vor allem muss sich der ASV jedoch an die eigene Nase fassen. Und den Postlern ist das sowieso schnuppe nach dieser Energieleistung mit Happyend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen