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14. Dezember 2017 | 07:30 Uhr

Wächter sprintet zu Gold

vom

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2010 | 07:20 Uhr

Schwerin | Tobias Wächter vom Track Cycling Team Mecklenburg-Vorpommern räumt bei der U23-Europameisterschaft in St. Petersburg ab. Nach dem Gold im Teamsprint mit Philipp Thiele (Cottbus) und Joachim Eilers (Chemnitz) erfüllte sich der 22-jährige Schweriner seinen Traum. Er gewann gestern EM-Gold in der Königsdisziplin des Bahnrad sports. Im Sprint-Finale kam es zu einem rein deutschen Duell. Wächter, EM-Dritter des Vorjahres, bezwang seinen BDR-Teamkollegen Thiele mit 2:1 Läufen.

"Ich will im Sprint mindestens wieder Bronze. Ich setze mir ja gern hohe Ziele, ansonsten schaffe ich ja nichts", sagte vor dem Abflug zur EM ein selbstbewusster dreifacher deutscher Meister - aber immer im Wissen um seine Stärken. Die zeigte er auch an den beiden Tagen des Sprintwettbewerbs in St. Petersburg. In 10,30 Sekunden gewann er die 200-m-fliegend-Qualifikation vor Philipp Thiele (10,33), Peter Mitchell (10,33) und David Daniell (10,34/bd. GB). Danach schaltete Wächter zuerst den Ungarn Balazs Juhasz aus, es folgten im Achtelfinale Denis Spicka (Tschechien) und im Viertelfinale der Franzose Quentin Lafargue, die er alle in einem Lauf bezwang.

Im Halbfinale mussten zum Erreichen des Endlaufes zwei Siege her. Souverän meisterte der Schützling von Trainer Ronald Grimm dann auch diese Hürde. In zwei Läufen bezwang der gebürtige Düsseldorfer den Griechen Zafeirios Volikakis. Ebenso souverän zog Thiele ins Finale ein. Und da sollte Wächter sich schon mehr strecken müssen. "Wenn du eigentlich überlegen bist, ist das schon mal eine Kopfsache", so Grimm. Sein Schützling biss sich aber auf der ungeliebten Holzbahn ("Sie ist, wie wir Radsportler sagen, klebrig. Sie ist nicht so mein Ding.") in St. Petersburg durch. Allerdings musste der ehemalige Schüler des Schweriner Sportgymnasiums - er hatte im Mai sein Abi tur gemeistert - in die Verlängerung. Einen Lauf gab er an Thiele ab. Doch das war letztendlich für Tobias egal - zweiter Titel, was will man mehr?

Heute darf sich der zweifache U23-Europameister ausruhen. Morgen tritt er dann noch mit seinem Schweriner Teamkameraden Marc Schröder im Keirin an. Hier hat allerdings der 19-jährige Marc die besseren Karten. Aber, wer Tobias Wächter kennt, weiß, dass er beflügelt von zwei Titeln noch einmal alles aus sich herausholen kann. Wie bei der deutschen Meisterschaft, als er auch nach dem Gold im Teamsprint und Sprint im Keirin noch zur Überraschung aller einen draufsetzte. Vielleicht schaffen es ja die beiden Grimm-Schützlinge doch noch, gemeinsam aufs Podium zu kommen, nachdem ihnen das im Teamsprint verwehrt geblieben war. Da musste Schröder dem Cottbuser Thiele seinen Platz überlassen.

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