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Erstes Finalspiel für Schweriner SC : Vorhang auf für das Gigantenduell

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Mit dem dritten deutschen Meistertitel in Serie wollen die Volleyballerinnen des Schweriner SC ihre Saison krönen. Los geht es heute um 19 Uhr in der Arena am Lambrechtsgrund gegen den Dresdner SC.

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erstellt am 26.Apr.2013 | 07:25 Uhr

Schwerin | Ab heute gilt’s! Mit der "gelben Wand" im Rücken wollen die Volleyballerinnen des Schweriner SC bis spätestens 11. Mai ihren deutschen Meistertitel verteidigen. Und somit nach dem DVV-Pokalsieg sowie einem hervorragenden Auftritt in der Champions League eine "super, super, super Saison" (Trainer Teun Buijs) krönen. Sechs Monate seit dem Bundesliga-Start arbeitete das Buijs-Team darauf hin. Und heute stehen sie da, wo sie hinwollten: im Play-off-Finale um die deutsche Meisterschaft. Um 19 Uhr kommt es in der Arena am Lambrechtsgrund zum ersten Treffen im Gigantenduell mit dem Dresdner SC. "Wir freuen uns alle riesig. Es spielen die beiden besten deutschen Mannschaften dieser Saison um den Titel. Das wird Werbung für unseren Sport", ist sich der niederländische SSC-Coach sicher. Und nicht nur in dieser Saison ist es das Gipfeltreffen. Schon in den beiden Jahren zuvor standen sich die Ost-Rivalen im entscheidenden Kampf um den Titel gegenüber. Der Ausgang ist hinlänglich bekannt.

"Bislang eine tolle Saison, wir wollen aber noch mehr"

"Schwerin gegen Dresden wie jede Saison. Und es wird so bleiben, Schwerin wird gewinnen", macht Louisiane Souza Ziegler eine klare Kampfansage an die Sachsen. "Ich war ja schon mal mit Schwerin Meister. Und ich will wieder deutscher Meister werden", formuliert die SSC-Außenangreiferin klar ihr Ziel. In der Saison 2008/2009 unter Trainer Edwin Benne sicherte sie sich damals mit ihren Teamkolleginnen die begehrte Trophäe. "Damals hat keiner an uns geglaubt. Die Mannschaft war im Neuaufbau. Jetzt ist es so, dass wir richtig gut sind. Wir haben eine tolle Saison gespielt, wollen aber noch mehr", so die 27-Jährige, die dann von 2009 bis 2012 drei Jahre bei VT Aurubis Hamburg unter Vertrag stand und zu dieser Saison aus sportlichen und privaten Gründen wieder nach Schwerin wechselte. In ihrem ersten Jahr in der MV-Landeshauptstadt lernte sie SSC-Mannschaftsphysiotherapeut Jens Ziegler kennen, am 24. Mai 2011 gaben sie sich vor dem Standesamt Schwerin das Ja-Wort.

Die gebürtige Brasilianerin ist in der laufenden Spielzeit auch ein Garant dafür, dass es bei den Mecklenburgerinnen so gut lief. Wenn "Louisi", wie sie allgemein genannt wird, ihren Hammer rausholt, dann sieht die gegnerische Abwehr kaum mehr den Ball. Schnell, präzise und hart führt sie oftmals ihre Angriffsschläge durch. Sie macht dafür einen ganz besonderen Grund aus. "Das Athletik-Training mit Micha (Michael Döring - d. A.) macht den Unterschied. In Hamburg hatten wir keinen Athletiktrainer. Ich fühle mich wirklich fit", so Louisi, die seit ein paar Tagen einen kessen Kurzhaarschnitt trägt. "Ich wollte das mal so." Und natürlich hat sie, wenn es hin und wieder mal hier oder da zwickt, ihren persönlichen Physiotherapeuten zu Hause. "Das ist super, wenn ich nach dem Training nach Hause komme und mir tut irgendetwas weh, ist Jens gleich zur Stelle."

Mit Wir-Gefühl ersten Schritt zur Titelverteidigung

Die 27-Jährige freut sich zwar, wenn man ihr eine gute Leistung nach einer Partie bescheinigt, aber sie gibt das Kompliment gern an ihre Teamkolleginnen weiter: "Wir wissen alle, was wir tun müssen. Wenn eine mal nicht so einen guten Tag hat, sind die anderen da. Die Harmonie in der Mannschaft ist richtig gut." Und mit diesem Wir-Gefühl soll heute der erste Schritt zur Titelverteidung gemacht werden. Die Brasilianerin weiß bei allem großen Selbstvertrauen aber auch: "Es wird nicht einfach. Dresden ist Dresden."

Allerdings liegt der psychologische Vorteil wohl eher bei den SSC-Volleyballerinnen. Und das nicht nur wegen der vergangenen beiden Finalserien, als man jeweils in der zweiten Partie in Dresden den Titelgewinn perfekt machte. In dieser Saison trafen die beiden Teams bereits dreimal aufeinander (2 x Bundesliga und DVV-Pokal-Viertelfinale) und dreimal hieß der Sieger Schweriner SC. Für den Titelgewinn sind in der heute beginnenden Serie "Best of five" drei Siege vonnöten. Also, auf geht’s, aller guten Dinge sind drei…

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