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Hansa-Trainer muss heute zum Rapport beim Vorstand : Vollmanns Stuhl wackelt

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Der Trainerstuhl von Peter Vollmann wackelt bedrohlich. Stefan Beinlich, Manager der Rostocker, vermied ein klares Bekenntnis zum Chefcoach. Der Hansa-Trainer macht eigentlich gute Arbeit, doch das interessiert nicht.

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erstellt am 27.Nov.2011 | 06:29 Uhr

Rostock | Der Trainerstuhl von Peter Vollmann beim Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock wackelt bedrohlich. Stefan Beinlich, Manager der Ostseestädter, vermied ein klares Bekenntnis zum Chefcoach. "Der Trainer macht eigentlich gute Arbeit, doch das interessiert nicht. Mit nur einem Sieg und elf Punkten aus 16 Spielen ist die sportliche Situation dramatisch", sagte der 39-Jährige, während Vollmann die gestrige Nachmittagseinheit leitete.

Vor allem die desaströse Vorstellung vor heimischem Publikum beim 2:5 gegen Union Berlin am Freitagabend ließ bei den Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen. Nach Aachens Sieg in Karlsruhe (2:0) rutschten die Hanseaten sogar auf Abstiegsplatz 17 ab.

"Für uns ist jetzt nicht entscheidend, was war oder Hätte, Wenn und Aber. Es zählt nur, wie wir aus unserer derzeitigen Lage herauskommen", erklärte Beinlich, der besonnen, doch entschlossen mit der Personalie des Cheftrainers umgeht: "Wir sind täglich in Gesprächen, ob es positiv oder wie jetzt eben negativ verläuft. Wir analysieren die Situation und wollen einen Schnellschuss vermeiden. Dennoch müssen wir jetzt klären, ob wir unseren Weg gemeinsam weitergehen wollen."

Heute auf der turnusmäßigen Vorstandssitzung des Clubs erhält Vollmann die Gelegenheit, sein Konzept für die nächsten Wochen vorzustellen. "Wir werden fair und ehrlich mit dem Trainer umgehen und über die Situation sprechen. Danach wird es einen Entschluss geben. Es geht einzig darum, wie die nächsten Schritte aussehen, damit wir da unten rauskommen und Punkte holen, möglichst schon in Fürth", sagte Beinlich.

Der Vorstand steht angesichts der klammen Vereinskasse vor einer schwierigen Entscheidung, letztlich sogar einer richtungweisenden Woche. Ein Trainerwechsel kostet eine Menge Geld. Vollmanns Vertrag läuft immerhin noch anderthalb Jahre. Bei einer Entlassung stünde auch eine sportliche Verstärkung des Kaders in der Winterpause in Frage. "Es ist eigentlich gar nichts möglich", verriet "Paule".

Zudem erwartet der Club in dieser Woche vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes das Urteil wegen der Ausschreitungen während der Partie gegen den FC St. Pauli (1:3).

Aufgrund der Fan-Problematik findet am Mittwoch ein runder Tisch mit Politik, Polizei, Staatsanwaltschaft sowie Verein statt.

Am Freitag steht dann noch ein Treffen mit Hauptsponsor Veolia - hat angekündigt, seinen Vertrag nicht zu verlängern - auf dem Programm.

Hansa intern

Wibrån zu Gast: Beim Heimspiel gegen Union war Hansas ehemaliger Kapitän Peter Wibrån (von 1998 bis 2003 insgesamt 137 Einsätze in der 1. Bundesliga) mit einer Delegation seines Vereins Östers IF aus Växjö zu Gast in Rostock. Der Club baut in Schweden ein neues Stadion und wollte sich in der DKB-Arena Ideen und Anregungen holen. Wibrån: „Hansa hat ein schönes und sehr zweckmäßiges Stadion. Da können wir uns einiges abschauen.“

Einmal Training: Heute wird um 10.30 Uhr trainiert.

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