Nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen : Volleyballerinnen holen EM-Silber

Nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen: Die deutschen Volleyballerinnen jubeln über ihren zweiten Platz bei der EM in Serbien. Darko Vojinovic/dapd
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Nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen: Die deutschen Volleyballerinnen jubeln über ihren zweiten Platz bei der EM in Serbien. Darko Vojinovic/dapd

Die deutschen Volleyballerinnen mit Lisa Thomsen und Berit Kauffeldt (beide SSC) sowie der gebürtigen Schwerinerin Kathleen Weiß holten EM-Silber hinter Serbien. Am Ende überwog die Freude über das Erreichte.

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03. Oktober 2011, 07:44 Uhr

Belgrad | Als sich bei den deutschen Volleyballerinnen die erste Enttäuschung gelegt hatte, war Gold nicht mehr verloren, sondern Silber gewonnen. Angelina Grün und Co. feierten nach der Siegerehrung gemeinsam mit Europameister Serbien. "Der Titel wäre das I-Tüpfelchen gewesen, aber wir können ganz, ganz stolz auf uns sein. Das ist ein Traum," sagte Rückkehrerin Grün nach dem 2:3 im Hexenkessel von Belgrad. Bundestrainer Giovanni Guidetti geriet regelrecht ins Schwärmen: "Trainer dieser Mannschaft zu sein, ist fantastisch. Die Spielerinnen geben nie auf, sie arbeiten hart. Ich bin sehr stolz und fühle mich geehrt."

Neben der besten deutschen Platzierung seit 1987 - damals hatte die DDR den Titel geholt - erspielte sich die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) eine weitere Qualifikationschance für Olympia 2012 in London. "Elf Spiele in 14 Tagen, das wird ein Marathon. Das wird für uns eine tolle Erfahrung und der Weg nach Olympia, hoffe ich", blickte Außenangreiferin Grün nach vorn. In dem Zwölfer-Turnier in Japan werden vom 4. bis 18. November die ersten drei Tickets für die Olympischen Spiele vergeben. Mit der Leistung, die die Mannschaft bei der EM zeigte, ist die Qualifikation machbar. Danach gäbe es bei einem kontinentalen und einem Welt-Turnier im Mai 2012 zwei weitere Möglichkeiten.

Daher überwog auch bei Guidetti die Freude über das Erreichte: "Wir haben die Silbermedaille und das Ticket für den World Cup gewonnen, da geht für uns ein Traum in Erfüllung."

Lange hatte die DVV-Auswahl im Endspiel gegen den Co-Gastgeber die Nase vorn. Im vierten Satz führte das Team von Spielführerin Margareta Kozuch mit 18:15. Es fehlten noch sieben Punkte bis zum Sieg. Doch dann drehten die von 9000 Zuschauern angetriebenen Serbinnen Satz und Spiel.

"Serbien war heute einfach das bessere Team. Das werden wir natürlich analysieren, aber jetzt freuen wir uns erst mal über das hervorragende Turnier, das wir gezeigt haben," sagte Guidetti.

Seine Mannschaft hatte bei der EM in Serbien und Italien auf dem Weg ins Finale fünf Partien gewonnen und nur einen Satz abgegeben. Im Halbfinale am Sonnabend gelang ein überragender und überraschend klarer Sieg gegen Titelverteidiger Italien (3:0).

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