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Kampfabend mit Jürgen Brähmer und Marcel Meyerdiercks : Universum wieder in Schwerin zu Gast

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Es ist amtlich: Universum kehrt nach Schwerin zurück. Der Hamburger Profiboxstall gastiert am 21. April in der Sport- und Kongresshalle. Es boxen Jürgen Brähmer und Marcel Meyerdiercks. Zudem findet ein WM-Kampf statt.

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2012 | 07:43 Uhr

Schwerin | Seit gestern ist es amtlich: Universum kehrt nach Schwerin zurück. Wie an dieser Stelle vor drei Wochen avisiert, gastiert der Hamburger Profiboxstall am 21. April in der Sport- und Kongresshalle. Mit einem WM-Kampf im Supermittelgewicht, den Lokalmatadoren Jürgen Brähmer (Halbschwer) und Marcel Meyerdiercks (Feder) sowie weiteren Ex- und angehenden Weltmeistern.

Der neue Universum-Geschäftsführer Waldemar Kluch will das hochkarätige Aufgebot auch als Entschädigung für das Schweriner Publikum verstanden wissen. "Wir haben hier einiges gutzumachen", sagte der 53-Jährige bei der gestrigen Pressekonferenz im Schweriner Hotel "Crown Plaza" mit Blick auf die beiden jüngsten Universum-Gastspiele von 2010. Die waren aufgrund von Kampfabsagen und kurzrundigen Hauptkämpfen beide zu Desastern geraten. "Deswegen haben wir die Preise so angesetzt, dass sich auch der weniger betuchte Boxfan ein Ticket leisten kann", so Kluch.

Ticketpreise moderat wie nie bei Kampfabenden der Hamburger

12,50 Euro kostet die billigste Karte, 30 bis 40 jene für die mittleren Tribünen. "Ein so moderates Preisniveau hatten wir mit Universum noch nie. Weder in Schwerin noch in Rostock oder Dresden", sagt Burkhardt Tiedt, der als Chef des örtlichen Ausrichters E.M.-Promotion auch diesen Abend organisiert: "Unser Ziel ist ein ausverkauftes Haus. Wir wollen 7000 Leute in die Halle holen. Und bei den Preise, der guten Fightcard und dem großen Box-Interesse, das hier zu spüren ist, bin ich zuversichtlich, dass das klappt."

Das größte Zugpferd ist sicherlich Schwerins Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer. Dem 33-Jährigen gelang Ende Januar nach 21 Monaten Ringabstinenz in Hamburg ein sehr vielversprechendes Comeback. In Schwerin will er den nächsten und vielleicht schon letzten Schritt vor einem erneuten Angriff auf einen Weltmeistergürtel gehen. Wer der Gegner sein wird, steht noch nicht fest. "Wir haben drei, vier Optionen - in zehn Tagen wissen wir mehr", sagt Universum-Boss Kluch, legt sich aber bereits fest: "Auf jeden Fall wird es einer aus den Top-15 der Weltrangliste sein."

Brähmer selbst ist wie immer egal, wer schließlich kommt. Nicht egal ist ihm, dass er wieder in seiner Heimatstadt boxen wird. "Das ist erstens schon an sich sehr schön. Zweitens ist es angenehm, praktisch von zu Hause aus gleich in den Boxring zu steigen. Und nicht zuletzt habe ich hier viele Freunde und Fans. Auf die freue ich mich besonders, auch wenn das natürlich einigen Druck mit sich bringt."

Druck verspürt auch Marcel Meyerdiercks vor dem überhaupt ersten Titelkampf seiner Profilaufbahn. Der 24-Jährige, wie Brähmer Schützling von Michael Timm, soll statt wie geplant um eine EM nun um die WBO-Interkontinentalmeisterschaft boxen. "Ich freue mich auf die Herausforderung", sagt der gebürtige Wismarer, "darauf habe ich vier Jahre lang hingearbeitet." Auch sein Gegner steht erst in der kommenden Woche fest.

Trainer Timm: Fans werden einen tollen WM-Fight erleben

Keine Gegnersuche gibt es naturgemäß im WM-Knaller des Abends. Dort muss in einem reinen Universum-Duell Timm-Schützling Karoly Balzsay seinen WBA-Titel gegen seinen Weltmeister-Vorgänger Dimitri Sartison pflichtverteidigen.

Übrigens kam der Schweriner Kampfabend letztlich nur zustande, weil die WBA einer Kampfverlegung zugestimmt hatte. Eigentlich hätte Balzsay bis spätestens 31. März seinen Titel verteidigen müssen, durfte das aber nach einer Trommelfell-OP um ein paar Wochen verschieben. "Mal abwarten, wie’s ausgeht", sagt Michael Timm diplomatisch. "Auf jeden Fall werden wir einen tollen Fight sehen."

Spannend dürfte auch werden, die Ex-Weltmeister Juan-Carlos Gomez, Ruslan Tschagaew und Ina Menzer auf dem Weg zurück zu einstiger Stärke zu erleben und Peking-Olympiasieger Rachim Tschachkijew auf dem nächsten Schritt Richtung WM zu beobachten.

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