Hansa 1:1 gegen Wehen - Spielbericht : Und wieder nur ein Punkt

Nicht noch einmal, ist sich hier Wehens Keeper Michael Gurski (l.) mit seinem Verteidiger Nico Herzig (r.) einig. Beide nehmen Hansas Torschützen Johan Plat kurz nach dessen Treffer ins Sandwich und jagen ihm den Ball ab.georg scharnweber
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Nicht noch einmal, ist sich hier Wehens Keeper Michael Gurski (l.) mit seinem Verteidiger Nico Herzig (r.) einig. Beide nehmen Hansas Torschützen Johan Plat kurz nach dessen Treffer ins Sandwich und jagen ihm den Ball ab.georg scharnweber

1:1 gegen Wehen Wiesbaden - wieder zu wenig für Fußball-Drittligist FC Hansa. Ob die Steigerung in der zweiten Halbzeit, die wenigstens zum Ausgleich führte, reicht, um Wolfgang Wolf den Job zu retten, ist zweifelhaft.

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02. September 2012, 10:21 Uhr

rostock | 1:1 (0:1) gegen Wehen Wiesbaden - wieder zu wenig für Fußball-Drittligist FC Hansa. Ob die Steigerung in der zweiten Halbzeit, die wenigstens zum Ausgleich führte, reicht, um Wolfgang Wolf den Job zu retten, ist zweifelhaft.

Der Trainer blieb seiner Linie treu und veränderte die Start-Elf im Vergleich zum 0:2 zuletzt in Burghausen auf gleich fünf Positionen. Draußen blieben sein verletzter Sohn Patrick sowie Albrecht (beim 1:1 in Darmstadt auf der Tribüne, vorigen Mittwoch 90 Minuten im Einsatz, jetzt erneut nicht im Kader), Jordanov, Mendy und Pelzer. Zurück in die Anfangsformation kehrten die Verteidiger Holst (innen), Geenen (rechts) und Marcos (links) sowie der defensive Mittelfeldmann Leemans nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre und Stürmer Plat.

Die üblichen Ungereimtheiten bei den Ostseestädtern blieben auch am Sonnabend vor der traurigen Kulisse von 6300 Zuschauern - erstmals trat Hansa in der 3. Liga daheim vor weniger als 10 000 an - nicht aus. So schlug Leemans in der 17. Minute ohne Bedrängnis den Ball nach links vorn. In das Spielfeld-Viertel, in dem sich zu diesem Zeitpunkt kein einziger Hanseat aufhielt…

Es gab den einen oder anderen verheißungsvollen Ansatz, ein Tor aber fiel nicht. Der nachsetzende Quaschner hätte es fast geschafft, Gäste-Schlussmann Gurski die Kugel vom Fuß zu mopsen (21.). Sekunden danach behauptete er sich geschickt im Strafraum, Nutznießer hätte Weilandt sein sollen, doch dessen gut angesetzter Schuss wurde geblockt (22.). Dann bediente Haas, den besser postierten Weilandt offenbar nicht wahrnehmend, Leemans, und der war letztlich zu langsam (24.).

Doch die Hessen wurden stärker (Stroh-Engel schießt Gusche an/27., Kevin Müller entschärft Janjic’ Kopfball-Bogenlampe/32., Mintzel aus wenigen Metern über das Gehäuse/36.). Eine umstrittene Entscheidung führt zum 1:0 für Wehen: Marcos scheint im Zweikampf mit Gyasi zur Ecke zu klären, trifft dabei auch den Nigerianer. Der fällt - und Schiri Sönder glaubt ein elfmeterreifes Foul erkannt zu haben. Das ist zumindest diskutierbar. Zumal der direkt daneben stehende Assistent nichts dergleichen bemerkt hat…

Kevin Müller wäre fast der Held gewesen, war dran, aber Janjic verwandelt zum 0:1 (37.). Danach hätte Ivana zweimal für den SVWW erhöhen können, scheiterte jedoch am stark reagierenden Rostocker Keeper (44.) bzw. schob die Kugel vorbei (45.).

Nach der Pause gab es einen kapitalen 30-m-Schuss von Blum (48./knapp drüber) und die bis dahin klarste Chance des FCH durch Haas (55./ scheitert an Gurski), doch danach lief kaum noch was zusammen. Die Körpersprache sah nicht danach aus, als würde die verunsicherte Elf noch an eine Wende glauben. Aber sie hörte nie auf zu kämpfen - und wurde mit dem 1:1 belohnt (70.). Ausgangspunkt war ein von K. Müller nach vorn gedroschener Ball. Dieser kam zu Jordanov. Der behielt den Kopf oben, legte ab auf Plat, dessen Schuss vom Pfosten den Weg ins Netz fand.

Nach einer letzten Schrecksekunde (Stroh-Engel köpft vorbei/74.) spielten die Rostocker klar erkennbar auf Sieg. Weilandts Knaller aus gut 20 Metern musste Gurski prallen lassen (75.). Bergers Kopfball aus bester Position geriet enttäuschend lasch und unplatziert (76.). Auch die gute Möglichkeit für Haas nach Vorarbeit von Jordanov (88.) führte zu nichts mehr.

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