Trotz Insolvenz: Post spielt vorerst weiter : Und Empor spendiert die Pizza

Zurück zum SCM ist bereits der ausgeliehene Matthias Musche. Foto: Albrecht
Zurück zum SCM ist bereits der ausgeliehene Matthias Musche. Foto: Albrecht

Aufatmen bei den Kontrahenten, nicht zuletzt beim Landesrivalen HC Empor Rostock. Die Schweriner Post-Handballer machen in der 2. Bundesliga trotz des Insolvenzantrages für den Wirtschaftsträger vorerst weiter.

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25. September 2012, 06:24 Uhr

Schwerin | Aufatmen bei den Kontrahenten, nicht zuletzt beim Landesrivalen HC Empor Rostock. Die Schweriner Post-Handballer machen in der 2. Bundesliga trotz des Insolvenzantrages vom vergangenen Freitag für den Wirtschaftsträger vorerst weiter. "Wir spielen am Mittwoch im Pokal in Nordhorn als auch am Sonntag beim Derby in Rostock", so die gestrige Auskunft von Post-Geschäftsführer Friedrich Diestel. Was das 80. Mecklenburg-Derby in der Rostocker Stadthalle betrifft, so machte Diestel es allerdings einschränkend von der Zustimmung des ihm noch nicht namentlich bekannten Insolvenzverwalters abhängig.

Doch der Fakt ist fürs Jubiläumsderby gar nicht relevant. Denn auf Nachfrage sagte der Leiter des Schweriner Amtsgerichtes, Dr. Christian Frenzel, "dass noch kein Insolvenzverwalter bestellt worden ist. Es gab noch Nachfragen und da kann es schon mal eine Woche oder länger dauern." Und somit entscheidet erst einmal Diestel weiter.

Am Montagabend gab es zwischen ihm sowie Mannschaft und Trainer eine Aussprache. Entscheidung nach durchaus kontroverser Diskussion: Es wird weiter gespielt. Den Spielern bleibt rechtlich auch nichts anderes übrig, wollen sie ihr Insolvenz ausfallgeld nicht verwirken.

In Rostock, bei HCE-Geschäftsführer Norbert Henke, kommt diese Nachricht gut an. "Wenn’s gewünscht wird, übernehmen wir die Pizza!", sagt Henke. Da steckt natürlich auch Eigennutz dahinter, denn der Umzug in die Stadthalle kostet Empor locker 10 000 Euro. Gleichzeitig gehen aber auch den Handball anhängern an der Waterkant die Geschehnisse in der Nachbarschaft nahe. "Wir sind nicht schadenfroh, im Gegenteil. Der Handball, der Sport im allgemeinen in MV braucht dieses Derby. Und die Post-Spieler können absolut nichts für die Situation. Auch wenn das 80. das wahrscheinlich letzte für die kommenden Jahre sein wird, sollte von ihm das Signal ausgehen, dass es möglichst bald weitere gibt. Die Rostocker und Schweriner Fans sollten beide Teams feiern", so Henke.

Die Mannschaft, die gestern übrigens noch vollzählig bis auf die Verletzten trainierte, zerfällt jedoch mehr und mehr. Kreisspieler Benjamin Meschke bestätigte, dass er einen neuen Verein hat: „Ich bleibe in der 2. Liga, aber mehr sage ich erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist.“ Zudem ist der ausgeliehene Matthias Musche bereits wieder zurück zum SC Magdeburg. Und Janis Helmdach ließ sich mit Schulterproblemen krankschreiben.

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