Um 14.25 Uhr ging die Party los

<fettakgl>Sieger-Polonaise</fettakgl> durch die Schweriner Pokalfinal-Heldinnen.<foto>Conny Kurth</foto>
Sieger-Polonaise durch die Schweriner Pokalfinal-Heldinnen.Conny Kurth

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03. März 2013, 07:16 Uhr

Halle/Westfalen | Für die Schweriner Volleyballerinnen bleibt Halle/Westfalen immer eine Reise wert. Zum vierten Mal nach der Premiere 2006 standen sie im DVV-Pokalfinale im Gerry Weber Stadion und zum vierten Mal nach 2006, 2007 und 2012 holten sie gestern wieder den Pott nach Mecklenburg-Vorpommern mit einem souveränen 3:0-Sieg über den VC Wiesbaden. Mit Spielschluss 14.25 Uhr ging die Party schon los.

Um 18.05 Uhr war es soweit: Unter dem Riesenjubel und im gold-silbernen Konfettiregen nach einem kleinen Feuerwerk (!) überreichte MV-Ministerpräsident Erwin Sellering den Pokal an SSC-Spielführerin Denise Hanke. Noch eine halbe Stunde nach der Siegerehrung wurden die frischgebackenen Pokalsiegerinnen von ihrem Anhang gefeiert. Zur Siegerehrung lief SSC-Kapitän Denise Hanke unter dem Beifall der Zuschauer mit der Mecklenburg-Vorpommern Fahne ein, gefolgt von Anja Brandt mit der Vereinsfahne.

Nach getaner Arbeit hüpften die Schützlinge von Trainer Teun Buijs auf dem Spielfeld, fielen sich in die Arme oder lagen einfach nur vollkommen glückselig auf dem Boden. Sie erfüllten sich erneut ihren Traum vor dieser einmaligen Kulisse in Volleyball-Deutschland. Mit einer La ola wurden sie von ihren über 1000 mitgereisten Fans gefeiert. Libero Lisa Thomsen schrie vor Freude ins Mikrofon: "Ihr seid spitze!"

Spitze war auch die Mannschaft selbst. Im Vorfeld als haushoher Favorit gehandelt, hielten sie dem Druck stand, ließen sich nie wirklich in Bedrängnis bringen und ernteten am Ende den Lohn ihrer harten Arbeit. Ruck zuck hatten die SSC-Damen nach den ersten Jubel-Arien denn auch gleich ihre nigelnagelneuen Pokal-Shirts übergezogen. "Unser Fünfter Pokalsieg 2013" stand da dick und fett zu lesen. Mit dem ges trigen Triumph gewannen sie eben zum fünften Mal (zuvor schon 2001 und dann dreimal in Halle/W.) die begehrte Trophäe des DVV. Hinzu kommen vier Pokalsiege zu DDR-Zeiten.

"Das war ein Gänsehautgefühl, als ich das erst Mal zum Aufwärmen in die Halle kam und die ganzen Schweriner standen schon da. Da war die Halle ansonsten noch ziemlich leer. Die war ja erst voll, als wir dann offiziell einliefen. Es ist einfach ein Traum in Erfüllung gegangen", sprudelte es aus Anja Brandt heraus. Und der Blondschopf fügte hinzu: "Als Mittelblockerin kann ich ja die Atmosphäre, wenn ich draußen stehe, besser aufnehmen. Wenn ich auf dem Spielfeld bin, nimmt man das nicht ganz so wahr." Außenangreiferin Anne Buijs war einfach nur glücklich. Die 21-Jährige war nach langer Verletzungspause gestern eine Bank im SSC-Spiel. Sie erhielt auch die Auszeichnung als wertvollste Spielerin des Frauenfinales. "Ich war vorher meganervös. Wir haben uns gesagt, wir müssen einfach kämpfen und das haben wir getan, als es auch mal nicht so lief", strahlte Anne, die eigens für das Pokalfinale sich ihre Fingernägel gelb mit blauem Schriftzug SSC lackiert hatte und gelbe Ohrringe trug. Nach dem Finalsieg waren die SSC-Mädels erst einmal verschwunden und tauchten dann, na klar, in bester Stimmung wieder zur Siegerehrung auf.

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