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24. November 2017 | 14:20 Uhr

Ullrich schlägt Armstrongs Erbe aus

vom

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2012 | 09:37 Uhr

Leipzig | Jan Ullrich verzichtet auf Tour-Siege am Grünen Tisch und Jens Voigt hofft einfach nur auf ein Ende der Diskussionen. Der tiefe Fall des einstigen Radstars Lance Armstrong sorgt auch nach der gegen ihn verhängten lebenslangen Sperre für Unruhe. Im Mittelpunkt stehen dabei die möglicherweise neu zu vergebenden sieben Siege bei der Tour de France, die Armstrong von der US Anti-Doping-Agentur (USADA) aberkannt worden waren.

Größter Nutznießer wäre Jan Ullrich, dem die Siege 2000, 2001 und 2003 zufallen würden. Doch davon will der zurzeit selbst wegen Dopings gesperrte Radsport-Rentner nichts wissen. "Ich war dreimal Zweiter hinter Lance Armstrong. Das ist der Wettkampf, der wirklich gilt", sagte Ullrich am Samstag in Sölden auf einer Pressekonferenz: "So viele Jahre später am Grünen Tisch noch einen Titel zugesprochen zu bekommen, da bin ich nicht der Typ dafür. Das interessiert mich auch nicht."

Was dem Radsport wirklich helfen würde, wäre ein Ende der Causa Armstrong. So sieht es zumindest Jens Voigt. "Man wird wahrscheinlich nicht alles aufdecken, aber ich hoffe, dass es bald zu Ende ist. Dann können wir zwar nicht neu starten, aber wir können mit der Vergangenheit abschließen", sagte der 40-Jährige. Man solle nach vorn blicken und versuchen, den Sport sauberer zu gestalten.

Armstrong selbst ließ sich am Wochenende in Aspen in der Öffentlichkeit blicken. Er nahm an einem Mountainbike-Rennen teil und gab sich betont locker. "Um mich braucht niemand zu weinen. Mir wird es großartig gehen", sagte der Texaner. Er posierte bereitwillig mit Fans für ein Foto, gab Autogramme und berichtete über seine Zukunftspläne. In deren Mittelpunkt steht neben der Familie die Krebsstiftung Livestrong. Die erlebte einen kleinen Boom, nachdem Armstrong nicht mehr in eigener Sache gegen die Dopinganschuldigungen kämpfen wollte. Von Donnerstag zu Freitag war das Spendenaufkommen 25-mal so hoch. In den vergangenen 15 Jahren hatte Armstrongs Stiftung 470 Millionen Dollar gesammelt.

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