Jürgen Brähmer : Über Güstrow zum EM-Titel

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Brähmers bisher letzter Kampf: Im April vergangenen Jahres in Schwerin beim einstimmigen Punktsieg gegen Vikapita Meroro aus Namibia. Dietmar Albrecht

Der ehemalige Box-Weltmeister Jürgen Brähmer steckt mitten in der Vorbereitung auf den Kampf am 3. Februar in Berlin gegen Eduard Gutknecht. Am Montag wird der Profiboxer ein Trainingslager in der Güstrow beziehen.

svz.de von
03. Januar 2013, 06:54 Uhr

Güstrow | Profiboxer Jürgen Brähmer überlasst auf dem Weg zu einem weiteren großen Titel nichts dem Zufall. Nach mehrwöchiger Vorbereitung in Berlin will der ehemalige Box-Weltmeister am Montag ein Trainingslager in der Barlachstadt Güstrow beziehen. "Karsten Röwer bereitete dort schon einige Male den Greifswalder Sebastian Sylvester vor und war immer sehr zufrieden. Insofern wird Güstrow auch für mich eine Reise wert sein", sagte der 34 Jahre alte Halbschwergewichtler zuversichtlich.

Der Schweriner fordert am 2. Februar in Berlin Europameister Eduard Gutknecht heraus. Der Sieger erhält die Chance, um den WM-Titel der WBO zu kämpfen. "Wenn ich gut trainiert und richtig in Form bin, kann man mich nur schwer schlagen. Die Chance, wieder Europameister zu werden und bei einem Sieg auch in Kürze wieder um die WM zu boxen, ist grandios", beschreibt Brähmer das für ihn vielversprechende Szenario.

Das war für den einst als Jahrhundert-Talent gepriesenen Faustkämpfer, der bereits 2009 einmal Europameister war, noch im vergangenen Jahr angesichts des Niedergangs des Universum-Boxstalls kaum denkbar. Brähmer bestreitet nach seinem Abschied von den Hamburgern seinen ersten Kampf für den Sauerland-Stall.

Das Gespann Sportler Brähmer und Trainer Röwer erlebt seit dem Wechsel des ehemaligen WBO-Champions eine Neuauflage. Und es scheint eine ähnlich erfolgreiche zu werden wie beim ersten Mal, als Röwer den gebürtigen Stralsunder 1996 auf Kuba zum Juniorenweltmeister machte. "Das Training mit Karsten Röwer gefällt mir sehr gut", sagte Brähmer. "Wenn ich Spaß habe, trainiert es sich gleich besser und meine Motivation auf den Kampf steigt an. Daher fühle ich mich bei Karsten Röwer sehr wohl." Der gebürtige Altentreptower, der seit dem Abschied von Sebastian Sylvester keinen großen Titelträger mehr betreut, hat den "Heimkehrer" mit offenen Armen empfangen. "Jürgen liebt und lebt für den Sport. Die jungen Leute bei mir schauen zu ihm auf. Es passt also alles perfekt", sagte Röwer.

Es ist also alles auf dem Weg zu einem großen Fest in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Wenn da nicht ein Spielverderber wäre. Und der heißt Eduard Gutknecht. "Jürgens Zeit ist um. Er klopft bei mir noch mal an, um zu verlieren", kündigte der 30-jährige Gifhorner beim ersten verbalen Aufeinandertreffen der beiden Rivalen an.

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