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Trotz abgerissenem Bizeps machte Böser weiter

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erstellt am 03.Okt.2010 | 07:01 Uhr

Schwerin | Der stärkste Mann Deutschlands 2010, Igor Werner, hat das Bundesland Baden-Württemberg zum deutschen Meistertitel in der deutschen Teammei sterschaft im Strongman geführt. Zusammen mit Daniel Wild gewann der Athlet alle fünf Disziplinen am Sonnabendabend im Schweriner Fitnesscenter Come Inn und verwies Anton Schienke und Andreas Hordan, die für Brandenburg I starteten, auf den zweiten Platz. Auf den weiteren Plätzen folgten Hessen (3.), Bayern( 4.) und Mecklenburg-Vorpommern I mit den beiden Schwerinern Enrico Schütze und Uwe Böser. MV II mit dem Malchower Ronny Pawlowski und dem Güstrower Christian Heiderich kam auf Rang sieben.

Während gegen Baden Württemberg kein Kraut gewachsen war, musste MV I schon nach der zweiten Disziplin ein Handicap mit sich tragen. In der ersten Disziplin, dem Baumstammheben (110 kg), lag das Duo Schütze/Böser noch auf Rang drei. Auch das anschließende Reifenflippen schienen sie zunächst perfekt umzusetzen. Doch bei der vorletzten Wende des 320 Kilogramm schweren Reifens passierte es: Uwe Böser riss sich die Bizepssehne (Armmuskel) durch. Sofort kamen Gedanken von vor zwei Jahren hoch, als sich der Athlet den Bizeps an einer wenige Zentimeter entfernten Stelle durchriss und monatelang ausfiel. Doch als wenn das noch nicht Schmerz genug war, machte der 43-Jährige weiter und tat so, als ob nichts gewesen wäre.

In der dritten Disziplin, einer Kombination aus zwei Disziplinen, wurden die beiden Schweriner Letzter, holten jedoch in den beiden anschließenden Disziplinen, dem Autokreuzheben (280 kg) und dem Koffertragen, noch einmal auf. Vor der letzten Übung lagen sie sogar auf Rang vier, mussten sich dann aber den Bayern noch geschlagen geben und kamen vor etwa 200 Zuschauern auf Rang fünf. "Die Baden Württemberger waren nicht zu besiegen. Aber die Plätze zwei bis fünf lagen jeweils nur einen Punkt auseinander. Wenn das mit dem Bizeps nicht passiert wäre, hätten wir eine Chance auf eine Medaille gehabt", ärgerte sich Sportler und Organisator Enrico Schütze, war aber dennoch mit der Veranstaltung zufrieden.

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