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Triathlet Michael Raelert in der Form seines Lebens

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erstellt am 07.Jun.2010 | 09:15 Uhr

Rapperswill-Jona/ Rostock | Michael Raelert ist in der Form seines Lebens. Dritter Auftritt 2010 diesmal beim Halbironman 70.3 Switzerland von Rapperswil-Jona - dritter Sieg! Mit Streckenrekord von 3:47:47 h entschied der Hansestädter in der Schweiz alle drei Disziplinen für sich! Da darf eine Frage erlaubt sein: Geht das Bruderpaar Michael und An-dreas Raelert vom TC Fiko Rostock nicht doch schon 2010 gemeinsam den Ironman von Hawaii an? In einem Interview mit dem Triathlon-Magazin hatte der "kleine" Raelert eine Entscheidung für Juni angekündigt. Mit den drei Erfolgen in Serie hat sich "Michi" wohl selbst die Antwort gegeben.

"Ich möchte da weitermachen, wo ich beim ,Wildflower, dem größten 70.3 der Welt, aufgehört habe - mit einem Sieg", gab der Halbironman-Weltmeister vor dem Rennen selbstbewusst zu Protokoll. Mit Blick auf die Konkurrenz aus 47 Nationen sagte er: "Allein die Tatsache von drei Siegen in den Vorjahren spricht für die Klasse des Schweizers Ronnie Schildknecht. Auch weitere Profis mit bekannten Namen müssen erst einmal bezwungen werden." Michael Raelert ist kein Mann der leeren Worte - er ließ dem Gesprochenen Taten folgen. Und das in eindrucksvoller Manier bei blauem Himmel, Sonnenschein und 17,8 Grad Celsius im Zürichsee zur morgendlichen Startzeit.

Der Champion hatte sich eine besondere Taktik für die 1,9 km Schwimmen ausgedacht. Während er bei seinen bisherigen zwei Siegen 2010 im Wasser eher zurückhaltend agierte und auf der Radstrecke für eine Vorentscheidung sorgte, machte er diesmal von Beginn an Tempo. Nach 24:17 Minuten stieg Michael auf Position eins aus dem See. Der spätere Zweite Schildknecht besaß hier schon einen Rückstand von 1:35 min.

Über 30 000 Zuschauer staunten nicht schlecht, wie der Führende dann eine glänzende Rad-Leistung hinlegte. Da brauchten ihn die Hexen am wegen seiner Steigung berüchtigten "Witches Hill" (Hexenberg) nicht sonderlich anzufeuern, denn der Rostocker "stiefelte" diese und die andere Anhöhe zu "The Beast" (Bestie) souverän hinauf. Raelert kam in der ersten Runde auf einen Schnitt (!) von 42,46 km/h und zeigte auch in der zweiten keine Schwäche. Schildknecht, eigentlich ein überragender Fahrer, hatte da nicht die Spur einer Chance. In Bestzeit von 2:08:12 h für die 90 Kilometer verteidigte der Ostseestädter nicht nur die Spitze, sondern baute den Vorsprung auf 2:13 min aus.

Lokalmatador Schildknecht, Zweiter in 3:54:29 vor dem Franzosen Olivier Marceau (3:55:16), anerkannte: "Gegen Michael war kein Kraut gewachsen. Auch im Lauf eine überzeugende Leistung von ihm." Mit zwei gleichmäßigen Runden von 36:28 und 36:29 Minuten brachte Michael Raelert das Ding mit einem Vorsprung von 6:42 Minuten nach Hause.

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