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Sportticker

20. August 2017 | 15:47 Uhr

"Trauen uns eine Überraschung zu"

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Rostock | Der jetzige Fußball-Drittligist FC Hansa "entfernte", als er noch in der 2. Bundesliga spielte, schon mehrfach höherklassige Vertretungen aus dem DFB-Pokal: Jeweils zu Hause schlug er 1992/93 und 2005/06 den VfB Stuttgart (2:0 nach Verlängerung, 3:2), 2008/09 triumphierte er bei Eintracht Frankfurt (2:1 n. V.). 1987 erreichten die Rostocker als Zweitligist im FDGB-Pokal sogar das Finale im Berliner Stadion der Weltjugend, das es schon lange nicht mehr gibt (1. FC Lok Leipzig 1:4).

Morgen gastiert nun die TSG 1899 Hoffenheim zum Duell 3. contra 1. Liga in der DKB-Arena (15.30 Uhr).

"Wir werden da mit 110 Prozent reingehen, würden gern für eine Überraschung sorgen und trauen uns das auch zu. Chancenlos sind wir auf keinen Fall", sagt FCH-Trainer Peter Vollmann.

Chance nur über saubere taktische Ausrichtung

Der weiß genau, wovon er spricht: Am 6. August 1999 warf er mit den seinerzeit drittklassigen Trierern den Zweit-ligisten Karlsruher SC mit 1:1 n. V. und 4:3 im Elfmeterschießen raus. Eine Runde später - da hatte ihn freilich bereits der neue Coach Paul Linz "beerbt" - schlugen die Moselstädter mit 1860 München einen damaligen Erstligisten mit 2:1, ehe sie im Achtelfinale dem FC Hansa 0:4 unterlagen.

Vollmann zu seiner geplanten Vorgehensweise: "Wir können nicht über die Technik und den Fußball gewinnen. Das geht nur über eine saubere taktische Ausrichtung. Ich denke, es ist vernünftig, gegen eine normalerweise bessere Mannschaft wie Hoffenheim nicht mit offenem Visier zu spielen. Wir müssen unsere technische Unterlegenheit bekämpfen und irgendwo auffangen, geordnet in der Defensive stehen. Es gilt, mit unseren Mitteln und Möglichkeiten dem Gegner das Leben schwer zu machen. Wir müssen versuchen, unsere Chancen in Prozenten einzuordnen, wo wir Hoffenheim am meisten ärgern können." Der Trainer betont: "Wir wollen das Spiel nicht einfach abgeben, sondern versuchen, es zu gewinnen. Dafür muss jeder das letzte Hemd geben."

Einer, dem dabei eine tragende Rolle zugetraut wird, ist Tobias Jänicke. Der rollt nach seinen beiden Treffern beim 2:0 über TuS Koblenz die Torschützenliste der 3. Liga von hinten auf: Gemeinsam mit neun weiteren Akteuren hat er sich hinter Patrick Mayer (Heidenheim/ 5), Olivier Occean (Offenbach/4) und Sven Schipplock (VfB Stuttgart II/3) zunächst mal auf Rang vier eingeordnet.

"Tobi" zeigt sich streitlustig: "Solch ein Spiel hat man nicht alle Tage, das ist mal ein anderes Kaliber. Wir freuen uns darauf, wollen uns gut verkaufen. Man kriegt immer seine Chance, und die müssen wir eiskalt nutzen." Wie Hansa denn gegen solch einen hochkarätigen Kontrahenten spielen werde? "Am besten zu null." Ob er denn auch wirklich zumindest bis Vertragsende in Rostock bleibe und nicht zum interessierten Regionalligisten RB Leipzig wechsle? "Ich habe hier für ein Jahr unterschrieben und brauche das nicht über den Haufen zu werfen, nur weil ich jetzt mal zwei Tore gemacht habe."

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erstellt am 13.Aug.2010 | 11:34 Uhr

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