Stefan Nimke vom Track Cycling Team MV : Totalschaden beim neuen Olympia-Rahmen

 Schwerins Olympiasieger und Weltmeister Stefan Nimke startet morgen in Köln. <foto>Helbig</foto>
Schwerins Olympiasieger und Weltmeister Stefan Nimke startet morgen in Köln. Helbig

Stefan Nimke vom Track Cycling Team Mecklenburg-Vorpommern hat bei der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele seinen neuen Olampia-Rahmen zerstört. In London wird er dann mit seinem alten Rahmen fahren.

svz.de von
25. Juli 2012, 04:35 Uhr

Köln/Schwerin | Gut zehn Tage schufteten die deutschen Bahnrad-Asse bis Donnerstag auf dem Holzoval im niederländischen Apeldoorn. Dort holten sie sich den letzten Schliff für die Olympischen Spiele in London und fuhren gestern nach Köln. "Wir haben alle große Erwartungen und ein Ziel: Wir wollen mit einer Medaille nach Hause kommen", sagte der 1000-m-Zeitfahr-Weltmeister Stefan Nimke vom Track Cycling Team Mecklenburg-Vorpommern gestern in Köln.

Und dass diese Medaille am liebsten aus Gold sein solle, daraus machen die Teamsprinter um Nimke, Maximilian Levy (Cottbus) und Rene Enders (Erfurt) kein Geheimnis, halten sie doch seit Ende des vergangenen Jahres den Weltrekord. "Wir gehören zu den Goldkandidaten. Bei den Männern sind wir über Jahre in der Weltspitze dabei und haben in den vergangenen vier Jahren zwei Weltmeistertitel geholt", sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

Morgen steht beim 1. Sprinter-Meeting in Köln die Generalprobe an. Zwölf der weltbesten Sprinterteams treten kurz vor ihrer Abreise nach London gegeneinander an.

Das Trainingslager in Apeldoorn verlief gut. "Max kommt besser bzw. gut ran. Das lag aber wohl auch daran, weil Rene nicht so schnell war wie er sonst im Wettkampf ist. Aber egal wie, für den Kopf ist es sehr wichtig, dass wir alle beieinander sind", informierte uns Nimke gestern. Weit weniger gut lief es im ersten Training in Köln: "Ich bin Antritte gefahren und habe in der zweiten Serie meinen neuen schönen Olympia-Rahmen zerstört. Beim ersten Tritt gab’s einen Riesenschlag und Krach Bums, da lag ich auch schon. Naja, zum Glück ist mir nichts Schlimmeres passiert. Nur mein Muskel am linken Knie schmerzt. Wie es momentan aussieht, werde ich mein altes Rad bei Olympia fahren. Es kommt noch ein Spezialist von der FES und schaut sich das ,Elend’ mal an. Aber der Rahmen ist Totalschaden. Anders herum bin ich froh, dass es hier und nicht in London passiert ist", so der sechsfache Weltmeister weiter.

Sein Heimtrainer Ronald Grimm machte sich gestern mit seinen weiteren Schützlingen Marc Schröder und Tobias Wächter auch auf den Weg in die Rhein-Metropole. Die beiden Schweriner vom Track Cycling Team MV werden im Sprint starten.

Nimke fährt neben dem Teamsprint auch den Sprint. Nur, sollte der Olympiasieger von 2004 in Athen da vorzeitig die Segel streichen, tritt er nicht wie eigentlich üblich im Keirin an. "Stefan wird in der Sprint-Qualifikation sehr weit vorn sein, weil er einfach schnell ist. Wie er dann im Kampf Mann gegen Mann aussieht, wird sich zeigen. Aber an Stefan müssen die Gegner erst einmal vorbei", so Grimm.

Vom Team Richtung London verabschiedet

Gestern Abend in Köln verabschiedeten die Schweriner ihren Teamkollegen und ihre Teamkollegin Miriam Welte (Kaiserslautern/seit 2010 Mitglied beim Track Cycling Team MV) bei einem gemütlichen Abendessen in Richtung London. Miriam Welte, Weltrekordhalterin im Teamsprint und über die 200 m fliegend, möchte mit ihrer Partnerin Kristina Vogel (Erfurt) in London ebenfalls eine Medaille im Teamsprint. Vielleicht landen die beiden wieder einen Coup wie bei der WM im März in Melbourne, als sie sensationell in Weltrekordzeit zum Titel fuhren. "Die Verabschiedung war für die MV-Athleten am Montag in Kessin. Stefan war da ja in Apeldoorn. So machen wir das für beide teamintern in Köln."

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